Hunde Training Wegberg
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Das gewisse Etwas                                                                           15.05.2019

Schon im Reitsport habe ich viel lernen müssen, wenn es um den Umgang mit meinem Pferd ging.

Ich hatte einen vierbeinigen Teufel unter mir. Selbst beim longieren stand sie mehr auf zwei Beinen, stieg mich an, anstatt ruhig zu laufen. Ich fühlte mich bedroht, ich hatte Angst.

Ein Trauma!

Nach einem Sturz vom Pferd mit nachfolgender Amnesie, Gehirnerschütterung und Krankenhausaufenthalt brauchte ich lange Zeit mich wieder aufs Pferd zu trauen. Allein habe ich es nicht geschafft.

Ich fragte nach guten Trainern, ich probierte einige Trainer aus. Aber leider musste ich nach einiger Zeit feststellen, dass die selbst zwar mein Pferd im Griff hatten, im wahrsten Sinne des Wortes, denn mein Pferd wurde entsprechend ausgestattet, so dass es keine Möglichkeit des Buckelns und Steigens mehr hatte.

Dennoch und trotz allem liebte ich mein Pferd, liebte ich mein Hobby und es war für mich zu seiner Zeit mein Lebensinhalt.

Leider konnten die Trainer mir weder die Angst nehmen noch mein Pferd zu einem souveränen Freizeitpartner ausbilden. Da könnte ich jede menge Geschichten erzählen.?

Erst viel später bin ich an einem Trainer gelangt, der mir sofort jede Gewalt am Pferd verbot. Er nahm das Pferd – und das Pferd machte sofort, was es sollte. Ich war verblüfft! 
Es ging auch anders.

Kurze Zeit später, nach einigen Tagen Bodenarbeit stieg er aufs Pferd – alles in meinem Beisein – keine Tricks – keine Gemeinheiten – er stieg auf, schien vollkommen entspannt, mein Pferd auch.

Ein Zauberer !!! Ein Pferdeflüsterer !!!

Ich war so glücklich das zu sehen, daran habe ich nicht mehr zu glauben gewagt.

Und während des Reitens sagte er mir, in der nächsten Runde dürfte ich dann auch mal ?

Die Angst stieg wieder in mir hoch, ich war unfähig zuzuhören, geschweige denn meinem Pferd die richtigen Signale zu geben.

Es kam wie es kommen musste, mein Pferd ging wieder durch!

Heute weiß ich, dass das was mit mir zu tun hatte. Damals verfluchte ich dieses Pferd. Mein Leidensdruck war groß.  
Während ich panisch auf dieses Pferd saß, wusch mir der Reitlehrer meinen Kopf und fragte mich ob ich nicht ganz dicht sei? Nein, nicht mit diesen Worten, aber inhaltlich habe ich es so empfunden. Ich war in diesem Zustand für eine liebevolle Ansprache nicht mehr empfänglich.

Und - was sage ich. Anschließend, als ich endlich wieder meinen Verstand einschaltete oder ausschaltete, ich weiß nicht mehr, und einfach mal nur zuhörte und anfing zu „FÜHLEN“ was da passiert, trug mich mein Pferd ruhig durch die Reithalle, immer noch skeptisch, aber ruhig.

Dieses Wunder habe ich diesem einem Menschen zu verdanken. Es ist ein Reitlehrer, der heute noch aktiv ist und inzwischen zur kleinen Berühmtheit geworden ist, er ist regelmäßig im Fernsehen und in den Medien und auf Veranstaltungen zu sehen. Bernd Hackl!

Warum schreibe ich das?

Weil es Menschen gibt, die nicht nur fachlich gut, sehr gut sind, sie sind auch menschlich in der Lage ihr Wissen zu vermitteln. Sie haben nicht nur den Tieren gegenüber das richtige Feeling, sie wissen auch, wie welcher Mensch behandelt werden muss, um ihn zu erreichen. Bei mir war es eben die harte Tour.

Auch im Hundetraining verwundert es immer wieder, dass manch ein Hundetrainer deinen Hund einfach nur an die Leine nimmt, und der Hund funktioniert wie ein Auto, dass frisch aus der Werkstatt kommt. Stimmt´s?

Was ist es?

Warum klappt es beim Trainer und nicht beim Hundehalter?

Es ist das gewisse Etwas. Die Ausstrahlung, die sie durch ihre Kompetenz in ihrer Arbeit haben und die Fähigkeit, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen. Ein gewisses Charisma, dass sie umgibt und ihre innere Ausgeglichenheit.

Sie nehmen dich wichtig, sie gehen auf dich ein, sie sehen dich, sie erkennen, was du jetzt gerade in diesem Moment brauchst oder auch gerade nicht brauchst.

Und sie haben die Fähigkeit dich zu einem anderen Menschen zu machen! Davon gibt’s nicht viele Trainer.

Allerdings hängt dies auch von deiner eigenen Bereitschaft ab, ob du wirklich etwas willst und dies dann auch umsetzt.

Hier kommst du ins Spiel. Willst du auch etwas, so wie ich damals das Reiten? Dann kannst du auch Vieles schaffen.

Lerne, zuzuhören, 
lerne, offen zu sein, 
lerne, neues anzufangen,
lerne mutig zu werden, deine Angst zu überwinden …

Dann bekommst du auch „das gewisse Etwas“, dass andere Menschen fasziniert! ?

Denken – das eigentliche Problem?                                 

Wäre ich ein Hund mit dem Verstand eines Menschen –

Dann hätte ich es wirklich schwer.

Ich würde mir viele Fragen stellen.

Fragen, weil ich nicht verstehe.

Nicht verstehe, warum mein Zweibeiner, da oben am anderen Ende der Leine sich so verhält wie er sich verhält.

Ständig macht er sich Gedanken darüber, warum ich mich so verhalte wie ich mich verhalte.

Ständig unterhält er sich mit anderen Zweibeinern, über mich oder über andere Hunde.

Ständig fragt er sich wieso, weshalb warum?

Ich frag mich – WARUM?

Gibt’s nicht eigentlich genug zu tun im Leben eines Menschen auch ohne, dass er ständig darüber nachdenkt. Die Zeit des Denkens könnte er, also der Zweibeiner doch einfach nutzen, mit mir herum zu tollen. Also sich zu bewegen.  Das macht Spaß, das ist gesund und macht glücklich. ? Denn dann sehe ich meinen Menschen auch mal lachen, was leider sehr selten vorkommt. Dieses viele Denken scheint meinen Zweibeiner nicht glücklich zu machen.

Er könnte so viel von mir lernen. Ich geh raus, wenn Herrchen mich lässt, und schaue, was bietet mir die Welt gerade. Was gibt’s zu entdecken und was könnte mein Interesse wecken. Und glaubt mir, Vieles weckt mein Interesse.

Und damit habe ich schon wieder ein Problem, denn der Zweibeiner hat ein Problem damit, dass mich die Welt interessiert, so wie sie ist. Ständig reißt er an der Leine, redet sich den Mund fusselig, nervt mich mit seiner ständigen fragerei, „was machst du da“ und „wo willst du hin“ usw.

Wenn ich meinen Zweibeiner doch endlich mal verständlich machen könnte, wie schön die Welt doch ist, wie sie ist. Jeder Grashalm kann so spannend riechen und wertvolle Informationen vermitteln. Ja, ich weiß, diese Menschen können nicht riechen.

Schade eigentlich. Ob ich das meinen Menschen beibringen kann? Die Welt mit meinen Augen, mit meiner Nase und aus meiner Sicht zu sehen? Einfach so wie sie ist?

Ohne Vorgaben vom Hundetrainer oder von der Hundeschule was wir alles so tun und lassen sollten. Ohne das Wissen wieso weshalb und warum wir etwas tun dürfen und wir etwas nicht tun sollten. Diese ganzen Lerntheorien, so scheint mir, versteht Frauchen nicht als Theorien, sondern sie meint wohl, dass es das wahre Leben ist.

Ich würde graue Haare bekommen, wenn ich über das Verhalten meines Menschen so nachdenken könnte wie es mein Halter über mein Verhalten tut. Ich würde ernsthaft psychisch erkranken, wenn ich über das Für und Wider der ganzen scheinbar notwendigen Erziehung Gedanken machen würde. Ich würde in die Klinik eingewiesen werden, wegen Verhaltensstörungen, wenn ich darüber nachdenken würde, wie sehr mein eigentliches Leben eingeschränkt wäre und alles andere als artgerecht.

Aber ich beherrsche die Kunst im Hier und jetzt zu sein. Ich beherrsche die Kunst, mich auf das einzulassen, was gerade da ist. Auch wenn´s nur mein Schlafplatz ist. Dann entspanne ich und verarbeite das Fressen oder das gerade erlebte.

Es könnte alles so schön sein. ?

Morgens aufstehen, sich einfach aufeinander freuen, Fressen, Gassi gehen, schlafen, miteinander beobachten und aufeinander reagieren. Und einfach schauen, wohin uns das Leben treibt. Hauptsache zusammen sein.

Nein, mir wird nicht langweilig, wenn wir täglich die gleiche Runde gehen. Denn ich entdecke auf meiner morgendlichen Tour immer wieder neue und spannende Gerüche. Ich merke sofort, wenn sich da etwas verändert hat. Ich weiß genau wer sich in meinem Revier aufhält und ich habe viel damit zu tun, meine Marken zu hinterlassen damit die anderen, die sich da auch aufhalten wissen, dass alles Meines ist. ?

Wenn ich Mensch wäre würde ich Depressiv werden, bei so vielen Einschränkungen, die mir das Leben mitgibt, weil es die vermeintliche Ordnung eines Hundes gibt.

Hund haben dies zu tun, Hunde haben jenes zu lassen. Hunde müssen, sollen, dürfen, brauchen … ne müssen sie nicht. Lasst uns einfach mal in Ruhe unser Ding machen. Macht mal die Augen auf, lernt doch einfach al durch beobachten. Denn leider haben wir nicht die Worte, die wir bräuchten, um euch verständlich zu machen, was uns gefällt, was wir wirklich gerne hätten. 

Und – ich bin froh, kein Mensch zu sein, ich möchte nicht in deren Haut stecken. Ich denke nicht darüber nach, soll ich das Leckerchen nehmen oder nicht. Gedanken wie „ich könnte zunehmen“ oder „das könnte ungesund sein“, kenne ich nicht. Dafür habe ich keine Zeit, denn das Leben ist allgegenwärtig und ich will es auch sein, um alles mitzubekommen, was das Leben Lebenswert macht.

Wenn ich zum Beispiel eine Stelle entdecke, die hervorragend riecht. Dann schmeiß ich mich voller Wonne hinein, und ich würde sagen: ach wie geil ist das denn? ? NEIN – ich frage nicht, „wie sehe ich dann aus“ oder „was sollen meine Nachbarn sagen“ oder „wie finden die anderen mich dann“?

Nein, es ist JETZT schön und JETZT tu ich es.

Denken scheint also das eigentliche Problem des Menschen zu sein.

 

Dein schlechtes Gewissen

 

Wir haben ständig ein schlechtes Gewissen, wenn es um unsere Hunde geht.  Dadurch kommen wir in einen Teufelskreis, wenn es um die Erziehung unserer Hunde geht. Wie oft haben wir vermeintlich zu wenig Zeit?

Vermeintlich deswegen, weil Hunde relativ schnell und einfach zufrieden zu stellen sind. Vermeintlich deshalb, weil unser schlechtes Gewissen, geprägt von Artikeln in Hundezeitschriften, TV-Hundesendungen und vor allem Informationen aus Facebook, eine Vorlage erhält die wir so nicht bedienen können und auch nicht wollen. Wer aber ein schlechtes Gewissen hat, kann in der Erziehung die einmal gesetzten Grenzen nicht wirklich wahren.

 

Sind Grenzen für unsere Hunde nicht verständlich, werden sie überschritten. Immer und immer wieder, immer wieder und wieder – bis wir explodieren.

Dann auf einmal wird ein Hundetrainer kontaktiert, der mal eben alles regeln soll, was wir nicht zu regeln imstande sind, weil wir ein schlechtes Gewissen haben.

 

Unsere Weichheit, unsere Nachgiebigkeit entsteht nicht selten aus einem schlechten Gewissen und dieses soll uns der Hundetrainer bitte ausreden.

Ich komme oft zu Kunden, die sich von mir bestätigen lassen, dass sie wirklich kein schlechtes Gewissen haben müssen, wenn sie gewisse Regeln einfach nur einfordern, ohne „Wenn und Aber“.

 

Als Wiedergutmachung unseres schlechten Gewissens werden Hunde nicht selten, wie manche Kinder auch, mit Materiellem oder Köstlichkeiten überschüttet. Liebe geht da eher durch den Magen, statt eigene Präsenz zu zeigen durch aktives Einbringen in die Beziehung und damit auch glaubhaft werden.

 

Liebevolle, artgerechte und nicht führungslose Erziehung gelingt, wenn wir unseren eigenen Verstand wieder nutzen, wenn wir selbst beobachten, wenn wir selbst Wissenschaftler unseres eigenen Hundes werden. Sich nicht von anderen (auch selbsternannten) Fachleuten sagen lassen, wie unser Hund zu funktionieren hat.

 

Statt das schwerverdiente Geld, dass wir für einen Trainer ausgeben, lieber weniger arbeiten und die gewonnen Zeit dann für die Arbeit mit dem eigenen Hund nutzen und darüber auch den eigenen Hund besser kennen zu lernen.

 

Der Leidensdruck, den viele Hundehalter unterliegen verführt zu schnellen Lösungen, die uns in den Medien immer vorgegaukelt werden. Da wird mal schnell die Wasserflasche rausgeholt und schon stellt der Hund jenes Verhalten ein, dass im Moment so gar nicht ins Konzept passt. Aber dass jedes Verhalten einen Grund, eine Ursache hat, dass wird in den Medien galant verschwiegen. Hier zählen nur schnelle Lösungen um die Einschaltquoten zu sichern. Und auch Empfehlungen dieser Sendungen musste ich mir schon anhören: „da haben die super Tipps, das geht ratz-fatz“. ?  

 

Last euch im Erziehungsalltag nichts vorschreiben. Denn jeder Hund ist anders, jeder Mensch ist anders jede Familie ist anders, es gibt keine allgemeingültigen Regeln, die dafür gelten können. Darum sind allgemeine Erziehungsratgeber, die Rat-Schläge erteilen nicht angebracht.

Erwartungen oder Befürchtungen

Ich ging eines Tages ins Kino, um mir einen Film anzuschauen. Einen Film, der nach einem Buch gedreht wurde, dass ich las und absolut klasse fand.

Dieser Film enttäuschte mich leider. Entsprach er absolut nicht meinen Vorstellungen, als ich das Buch dazu las. Ich war traurig und damals wertete ich den Filmemacher als schlecht ab, weil er, aus meiner Sicht nicht in der Lage war, einen guten Film zu drehen.

Ein anderes Mal, ein paar Jahre später, tat ich das Gleiche. Ich las ein Buch, dass später verfilmt wurde. Nun ging ich wieder ins Kino, diesmal aber mit der Erwartungshaltung, dass es wohl nicht so toll werden wird.

Da lag ich aber falsch. In der Tat waren viele Szenen und Handlungen anders als ich es mir beim lesen vorgestellt habe, aber trotzdem genial. Ich war begeistert von diesem Film.

Heute weiß ich, dass beide Male meine eigene Erwartungshaltung für die Qualität des Films verantwortlich waren. Nicht der Filmemacher.

Heute weiß ich, dass es sinnvoller ist, etwas Neues ohne Erwartungshaltung aber auch ohne Befürchtungen zu beginnen. Diese Haltung sorgt dann für Überraschungen, sorgt für Offenheit bei nicht planbaren Situationen und sorgt für Leichtigkeit. Eben weil keine Erwartungen da sind, die enttäuscht werden können, weil auch keine Befürchtungen vorhanden sind, gehen wir gleichzeitig viel entspannter mit Situationen um, die uns Angst machen, wenn wir etwas befürchten! ?

Schwierig?

Mag sein, die Erkenntnis hilft uns aber, in Zukunft entspannter durchs Leben zu gehen, hilft uns, nicht so oft Probleme zu machen wo noch keine sind.

Denn Erwartungen und Befürchtungen können nun mal nicht beeinflusst werden. Auch wenn wir das manchmal meinen. Auch wenn wir meinem, so klug zu sein, andere beeinflussen zu können.

Und dann kommt noch etwas Schwierigeres!

Diese Worte, diesen Text zu verstehen ist eines. Das andere aber ist, diesen Inhalt dieser Worte ins tägliche Leben umzusetzen. Und hier beginnt die eigentliche Aufgabe. Ab hier wird’s spannend und schwer. Und wer sich damit wirklich beschäftigt, kann langfristig, für sich, sehr viel daraus lernen.

Und diese Erkenntnisse können wir tagtäglich auf unser Leben, auf unser Training mit unseren Hunden umsetzen. Denk mal drüber nach und finde heraus, wo du das für dich umsetzen kannst. ?

Habt einen tollen Tag, das Wetter verspricht es ja schon, mach was draus. Du hast es tatsächlich in der Hand. Auch wenn´s nicht leicht ist. Du wächst mit deinen Aufgaben, die du dir selbst setzt.

Wie sieht unser Alltag mit unserem Hund aus?

Durch die ganzen Trainings, Seminare, Kurse und Workshops hat man uns als Hundehalter konditioniert. oder ? ?

Was wir dort gelernt haben:

Wir sind ständig am werten und bewerten, wenn es um das Verhalten unseres Hundes geht.

Das darf er, das darf es nicht, dies könnte so besser sein, ich würde mir wünschen, er würde… und so weiter und so fort.

Auf welche Grundlage ist das entstanden? Weil wir vom Hund erwarten, dass er sich uns unterordnet, einfügt und das auch noch mit Freude. Wir sind enttäuscht, wenn der Hund undankbar ist und nicht mitmacht.

Hör auf zu werten und bewerten und du wirst annähernd erkennen können, wie dein Hund empfindet, was dein Hund wahrnimmt, wie es ihm geht, womit du ihm wirklich etwas Gutes tun kannst.

Ist es nicht der Hund, der alles richtig macht?

Dein Hund ist ständig präsent, im Hier und Jetzt! Schau ihn an! Stimmt´s?

Wir sind in Gedanken ständig woanders, stimmt´s? Das geht so schnell, dass wir es selbst oft nicht merken.

Wie können wir nur mit dieser Erkenntnis von unserem Hund verlangen, ständig seine Aufmerksamkeit auf uns zu richten? Wir leisten das doch selbst nicht !

Wer diesen Zusammenhang einmal begriffen hat, dass Gegenwärtigkeit, also Präsenz, im Sinne des Hundes ist, hört auf, ständig Artungerechte Verhaltensweisen vom Hund zu verlangen.

Wenn du diese Präsenz selbst einmal erreichst, wirst du erkennen, wie leicht auf einmal alles gehen kann, ohne dem ständigen Druck von außen ausgesetzt zu sein. Natürlich in gewissen Grenzen!

Wer diese Präsenz einmal erreicht hat, wird spüren, wie wach, wie aufmerksam und voller Bewusstsein er selbst sein kann, dass diese Präsenz das Leben mit Hund glücklich, zufrieden und leicht erscheinen lässt.

Nein- es ist nicht leicht zu erreichen, es ist ein langwieriger, aber lohnender Prozess.

Üben und Trainieren – nein nicht deinen Hund – du selbst!

Jeden Tag, Schritt für Schritt, Aha-Effekt für Aha-Effekt!

Reinheit - ein hoher deutscher Wert

Und deswegen gibt es täglich die Tageschau und Co.-Sendungen

Eine regelmäßige Gehirnwäsche durch die Medien.

Damit keiner anfängt wirklich selbst nachzudenken und zu hinterfragen.

Die Beeinflussungsmaschine läuft in vielen Haushalten, viele Stunden am Tag.

Früher nannte man es mal „Brot und Spiele“.

Die Idee dahinter: Beschäftige dein Volk, damit die dich nicht beschäftigen, damit die nicht auf evtl. dumme Gedanken kommen. Was auch immer damit gemeint sein kann.

Der tägliche Konsum von Medien, Konsumgütern und Dienstleistungen führen dazu, dass wir nicht mehr dazu kommen, selbst nachzudenken.

Wir sind so mit den vermeintlichen Alltäglichkeiten beschäftigt, von denen wir glauben, dass es so sein müsste, weil das ja alle so machen, dass wir keine Zeit für ein selbstbestimmtes Leben haben.

Wenn ich so ab und an mitbekomme, was da so abgeht, wird mir schlecht.

Und noch übler wird mir, wenn ich sehe, wie die meisten Menschen als Schafherde blöckend hinterherrennen und zustimmend nicken und dann selber auf diesen Zug aufzuspringen und anfangen ihrerseits Stimmung erzeugen. Im Glauben, sie wüssten was sie tun.

Ich weiß gar nicht, womit ich anfangen soll, was ich zuerst bemängeln soll, ich bin voller Gedanken, Hilflosigkeit und Entsetzen. Ich musste meiner Wut über das Verhalten der Menschheit mal freien Lauf lassen.

Habt trotzdem einen tollen Tag, schaut euch mal um, und beobachtet was wirklich ist, fragt was wirklich ist, forscht nach, was wirklich ist, aber bitte glaubt nicht alles, was man euch erzählt. In welchem Bereich auch immer.

Das war das Wort zum Montagmorgen.

 

Vergänglichkeit

Wie sehr trauern wir manchmal der Vergangenheit nach, obwohl wir wissen, das Vergänglichkeit zu unserem Leben gehört.

Vergänglichkeit ist an sich nichts Schlechtes – bedeutet es doch immer auch einen Neuanfang, auch wenn wir nicht sofort erkennen, in welche Richtung es denn nun weitergeht.

Und dieses Nichtwissen macht uns Angst.

Dieses Nichtwissen lässt uns an Altem festhalten.

Wenn wir trauern, einer Situation nachtrauern können wir davon ausgehen, dass  alles voran Gegangene schön , war eine tolle Erfahrung war. Dann nur macht Vergänglichkeit traurig.

Aber – wenn diese schöne Situation nicht in unser Leben getreten wäre, hätte es vorher auch keine Vergänglichkeit gegeben.

Zum Beispiel an einem Hund. Wenn wir einen Hund bekommen, dann weil vielleicht der vorherige verstorben ist oder wir haben uns einen Hund angeschafft, weil die Lebensumstände sich nun endlich geändert haben. Wir haben z. B. mehr Zeit, so dass wir uns um einen Hund kümmern und endlich mit einem Vierbeiner gemeinsam durchs Leben gehen können.

Also kann Vergänglichkeit auch voller Freude gesehen werden, hier in diesem Fall der Wegfall der täglichen Arbeit, der wir jahrelang nachgehen mussten.

Man kann es drehen und wenden. Ihr sehr, auch hier kommt es auf den Standpunkt, auf den Blickwinkel an, aus der man diesen Punkt betrachtet.

Es gibt Jahreszeiten, Tag und Nacht, hell und dunkel, Kinder, Erwachsene, alte Menschen, Bindung und Trennung, wir kaufen und entsorgen. Vergänglichkeit begleitet uns jeden Tag, jedes Jahr, ein ganzes Leben lang.

Meine Gedanken gehen heute auf dieses Wort „Vergänglichkeit“ ein, weil das Wort eigentlich, so meine ich, eine negative Bedeutung in unserer Gesellschaft hat. Und darüber will hier meinen Standpunkt niederschreiben.

Selbst unser eigenes Leben wird durch das Wissen unserer Vergänglichkeit erst wertvoll. Und wenn wir alt und müde sind, sehnen wir uns auch nach einem Abschied. Sterben kann eine Erleichterung sein, dass haben sicher schon einige von uns, von bereits verstorbenen Menschen gehört oder waren selbst der Meinung, dass es nun gut für diesen Menschen war, sterben zu können.

Loslassen kann so erleichternd sein. Diese Kunst zu beherrschen, gilt für viele Bereiche des Lebens.

Loslassen heißt das Akzeptieren der Vergänglichkeit, sich nicht zu wiedersetzen, wenn man sich von Dingen, Situationen oder Lebewesen trennen muss. Nicht leugnen, das Vergänglichkeit Teil des Lebens ist.

Eltern müssen sich von ihren Kindern trennen, wenn sie zu jungen Erwachsenen herangewachsen sind, jeder der Kinder hat, und sie hat gehen lassen müssen, weiß wovon ich spreche. Begegnungen und Trennungen sind Inhalt des Lebens. Durch die Trennung kommen auch immer wieder Begegnungen zustande, die dann wieder glücklich machen, dass es den/die anderen gibt.

Und der gewonnene Freiraum für Eltern und fürs Kind bringt so viele neue Möglichkeiten, Neues kennen zu lernen. Das geht aber nur, wenn man die Vergänglichkeit akzeptiert und ins Leben integriert, statt sich dagegen zu wehren. Das sind die Übergänge des Lebens. Nun ist wieder Zeit und Raum für Pläne, Fantasie und neues tun und gestalten.

Man muss sich dann nur auf den Weg machen und darf nicht den Fehler machen und in eine Starre zu verfallen. Fühle dich nicht hilflos, verkrieche dich nicht ins Schneckenhaus. Loslassen und neugierig werden, denn jedes Ende ist der Anfang alles Neuem. Sei neugierig – frag dich, was kommt jetzt? Sei nun neugierig und achtsam. Schau, was als nächstes passiert.

Das Leben - war es wert “voll“ oder –„los“?

Unser Leben mit unserem Hund, eine wunderschöne Zeit, meistens. Meistens erinnern wir uns überwiegend an die gute alte Zeit.

Und am Ende eines Hundelebens stellt sich oft die Frage.

Hat er ein gutes Leben gehabt? Habe ich alles getan, um es ihm zu ermöglichen?

Oder stellt sich mit der Erkenntnis der Endlichkeit die Einsicht ein, dass ich nur funktioniert habe und nach Vorgaben gelebt habe, die irgendwelche Obrigkeiten, Normen oder Erwartungen anderer oder ich selbst, vorgegeben haben? Habe ich mit diesen Vorgaben meinem Hund und auch mir das Leben unnötig schwer gemacht?

Überwiegt am Tag des Todes die Trauer versäumter Möglichkeiten oder die Dankbarkeit und Freude gemeinsam erlebter Zeit und Glücksmomente? Am Tag des Todes lässt man das gemeinsame Leben „Revue“ passieren lassen und gibt sich genau über diese Fragen Antworten dazu. 

Am Tag des Todes wird uns endgültig wieder bewusst, was wir gerne und meistens verdrängen. In unserer Gesellschaft lernen wir nicht, den Tod in unsere Mitte, in unser Leben zu integrieren, um den wahren Wert des Lebens wirklich zu begreifen.

Am Tag des Todes geht es nicht darum, zu bedauern, dies oder jenes hätte man etwas besser machen können, oder dass einem auch mal Fehler unterlaufen sind. Sondern es geht darum, an jeden einzelnen Tag zu wissen, wie wertvoll jeder Tag ist.

An jedem Tag so leben, als wäre es der letzte Tag. Ja, den Spruch kennen wir alle. Aber für uns ist er ja so weit weg, für uns dauert das ja noch lange. Das hoffen wir und verdrängen den Gedanken daran noch mal.

 

Und dieser Wert ist nicht gleich mit Geld zu messen. Dieser Wert ist abhängig von der Zufriedenheit, von der Art und Weise wie du einschläfst und am nächsten Tag wieder aufwachst. Wenn du gerne ins Bett gehst, weil du müde bist und gut schlafen kannst, wenn du auch noch gerne wieder aufstehst, hast du vieles richtig gemacht.

Und dieses „RICHTIG“ entsteht nur in dir. Das kann dir keiner vorgeben. Das hat nichts mit Geld zu tun.

 

Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

Sokrates

 

Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen.

Buddha

Es wird vieles besser und schlechter zugleich

Früher war alles viel früher

Früher war alles besser

Das Glas ist halb voll (leer)?

 

 

 

Wir werten ja alle gern. Wir bewerten die Werte mit einem Wert. Entweder sind Werte gut oder schlecht. Also Werte bekommen ein Wert! Ist etwas wert-„voll“ oder wert-„los“?

Wert = Menge oder

Werte = immaterielle Werte = Wertvorstellungen.

 

 

 

Im Stress bei dir zu bleiben, die Anlehnung in dir zu finden und die schwierige Situation auch noch zu managen, das schaffen selbst erfahrene Hundetrainer nicht immer. Denn Hunde sind wie wir auch Lebewesen und keine Maschinen, die wir immer 100 % einschätzen können.

Menschen  und Hunde sind keine Maschinen, sondern soziale Wesen, die in Beziehungen leben.  Beziehungen sind ein komplexes Gefüge zwischen einzigartigen Persönlichkeiten.

Die Gründe der Probleme in der Mensch Hund Beziehung sind vielfältig. Es kann am Hund liegen, am Menschen, am Umfeld und aus einer Kombination und den Wechselwirkungen daraus. Wer welchen Anteil daran hat und wie es dazu kam, wirst du nie mit absoluter Sicherheit sagen können. Die Probleme haben insofern etwas mit dir zu tun, als das du sie als solche wahrnimmst und trotz großer Mühe mit deinen bisherigen Denk- und Handlungsmustern  nicht lösen konntest.

Wir machen nicht noch eine Problemanalyse, sondern schauen…

…und welche Anstrengungen du ab sofort einfach mal lassen kannst.

Menschen denken gerne, wir reflektieren, planen, grübeln, sinnieren, brüten über uns, unseren Hund und die Hundewelt. Das tun wir ohne Pause. So können wir vor lauter Problemanalyse keine Freude mehr mit unserem Hund empfinden.

Die einzige, die etwas für Dich tun kann, bist Du. Du allein bestimmst, was dein Problem ist, ob und was du an dir  oder deinem Hund ändern möchtest. Und wenn du keine Veränderung willst, dann willst du nicht. Dein eigener Weg beginnt in diesem Moment. Nicht irgendeinen, sondern deinen Weg.

Positiv denken“ ist „In“.

Überall wird dir gesagt du musst nur positiv denken, dann kommt auch positives in dein Leben!

Ist das so?

Ich habe es lange Zeit ausprobiert. Ja, manchmal hat es geholfen eine Situation zu entschärfen.

Aber insgesamt bin ich von dem Versuch meines Experiments enttäuscht.

Verdammt noch mal, manchmal ist das Leben eine einzige Scheiße, manchmal stehe ich verdammt allein da, mit meinen Sorgen und Nöten, oder wie die positiv denkenden Menschen es nennen, mit meinen Herausforderungen und Aufgaben.

Egal wie ich es nenne. Ich stehe trotzdem allein da.

Ja, auch wenn man gut Freunde und Familie hat, ja, auch wenn sie helfen wo Not am Mann ist, das tun sie und ich bin sehr dankbar dafür.

Im Grunde aber muss ein Jeder doch erkennen, egal in welcher Form man lebt, dass man oft allein  ist und bleibt.

Die eigentliche Aufgabe im Leben ist doch dies endlich zu erkennen und anzuerkennen.

Die nächste Aufgabe ist, damit klar zu kommen und dann noch

Verantwortung für all sein Tun zu übernehmen.

Nicht mehr darauf zu warten, dass andere mich retten.

 

Trotzdem – soweit noch alles gut.

 

Aber wenn ich einem Menschen begegne, der schlecht drauf ist, weil er Sorgen, Probleme oder Aufgaben oder Herausforderungen zu bewältigen hat, die er im Moment nicht allein bewältigen kann, wenn ich diesem Menschen sage, „hey, du musst nur positiv denken dann geht’s wieder“,   dem gebe ich doch das Signal, dem geb ich doch zu verstehen, dass der nicht richtig tickt, dass der nur etwas falsch macht, dass bei ihm was falsch läuft.

Lasst uns doch endlich auch mal zugeben, dass das Leben manchmal richtig kacke sein kann.

Und wenn wir diese Phasen überwunden und überstanden haben, aus eigener Kraft und/oder mit Freunden und Familie, dann lasst uns doch auch verdammt noch mal, richtig auf die Kacke hauen und zugeben, dass wir es wieder mal geschafft haben, dass wir die Kraft, den Mut, die Energie gehabt haben, diese Sorgen, Probleme, Aufgaben und Herausforderungen bewältigt zu haben.

Dann lass uns doch mal feiern und stolz angeben, dass wir es geschafft haben.

Und das ohne das da jemand kommt, und dann gleich sagt, „Eigenlob stinkt“. Ne -stinkt nicht!

Denn wer lobt uns denn mal? Ist das, gemessen an der Kritik, die man im Laufe des Lebens bekommt, nicht sehr spärlich? Also loben wir uns doch mal selbst, „das hab ich richtig gut gemacht“!

Suchen & Finden

Es ist eine Aufgabe, die wir den Hunden gar nicht erst beibringen brauchen, können und müssen. Eine Aufgabe, in der wir als Hundehalter in die Welt der Hunde eintauchen. Es ist eine Tätigkeit, eine Beschäftigung, die dein Hund von sich den ganzen Tag bereits ausübt.

Es ist eine Tätigkeit, die der Hund sowieso ausführt, ob er will oder nicht. Es ist wie für uns das atmen, sehen, fühlen und riechen, es geschieht ohnehin, wir können es gar nicht abstellen.

Lassen wir uns doch mal in die Welt der Hunde, in die Welt der Gerüche, in die Welt der Hundenase entführen. Ihr werdet erstaunt sein, was da alles möglich ist. Wir Menschen können uns das nicht vorstellen, aber wenn wir uns darauf mal intensiv einlassen, bekommen wir eventuell eine Ahnung davon.

Die meisten haben schon mal von Einsätzen der Polizeihunde, der Rettungshundestaffel, der Suchhunde, der Drogenspürhunde usw. gehört, sich aber noch nie weiter darüber informiert, was das alles genau bedeutet.

Um diese arteigene und vielseitige Fähigkeit deines Hundes noch zu fördern und dahingehend auszubilden, dass der Hund nun auch noch mit dir zusammenarbeitet, kann einiges getan werden.

Ziel ist es dem Hund verständlich zu machen, dass das Suchen & Finden nicht nur eine alltägliche Aufgabe ist, sondern, dass es nun eine wichtige Arbeit für ihn wird. Ziel ist es, diese Tätigkeit in eine bestimmte Richtung zu fördern und dem Hund gleichzeitig damit ein Signal zu geben, dass nun gearbeitet wird und dem Hund zu zeigen, dass diese Arbeit sich für deinen Hund lohnt und dass es auch noch Spaß macht.

So wie ich es bisher bei meinen Hunden beobachtet habe, wenn ich nur den Klicker in die Hand nehme und mit ihnen arbeiten will. Sie stehen bereits erwartungsvoll da, schauen mich an, ich habe ihre ganze Aufmerksamkeit und sie versuchen zu verstehen was ich denn diesmal von ihnen will.

Die Motivation, dass dein Hund nun auch mit dir zusammenarbeitet und nicht, wenn er etwas gefunden hat, damit verschwindet ?, gehört ebenfalls zu den Hauptaufgaben des Trainings.

Ein großes Abenteuer kommt nun auf uns zu. Das großartige an dieser Arbeit ist, dass es uns auch noch Spaß macht, zu sehen wie unsere Hunde sich über diese gemeinsame Tätigkeit entwickeln. Einfach genial und für uns auch „Selbstbelohnend“!!!

Ein so vielfältiges Einsatzgebiet, lässt keine Langeweile aufkommen, bedarf aber einer richtigen Einarbeitung deines Hundes. Aus der Grundausbildung ist eine Spezialisierung möglich oder man nutzt das gesamte Spektrum in diesem Bereich.

Für uns Hundehalter gibt es viel zu lernen, zu entdecken und zu staunen. ?

Annehmen, Ändern oder verlassen

Manche Situation im Zusammenleben mit deinem Hund lassen dich schier verzweifeln. Du stehst verzweifelt und hilflos da und fragst dich, was kann oder solltest du tun?

Du willst nicht mehr als Opfer Dinge, Aktionen oder Begegnungen über dich ergehen lassen. Was aber kannst du tun?

Es gibt nur drei Möglichkeiten: Eine Situation annehmen, ändern oder sie verlassen.

Was ist die jeweils klügere Entscheidung?

Gibt´s da eine Einheitslösung? Nein – die gibt’s nicht.

Die Lösung ist abhängig von dir, von deinem Hund und von deinem Gegenüber oder der Situation.

Manchmal ist die beste Lösung das Verlassen einer Situation. Denn Einiges können wir nun mal nicht ändern und einiges wollen wir auch gar nicht ändern. ?

Grundsätzlich aber, so meine ich, kannst du gerade, wenn es die Situation es zulässt vom Annehmen oder Ändern einer Situation, viel lernen.

Wir können Menschen, Hunde oder Situationen, die uns an unsere Grenzen bringen durchaus als Chancen wahrnehmen um daraus lernen.

Nicht hassen, nicht davonlaufen, nicht schimpfen, sondern als Herausforderung annehmen und / oder ändern.

Eigentlich halten wir Unannehmlichkeiten für schlecht. Das ist unbequem, das wollen wir nicht. Das haben wir nicht veranlasst. Zu viel, zu weit, keine Möglichkeit, es funktioniert nicht, lauter Ängste und Befürchtungen steigen in dir hoch. Es ist als wenn du keine Möglichkeiten hättest.

Ist es tatsächlich so?

Hinzu kommen Gefühle wie Enttäuschung, Irritationen und Zorn, sie machen dir gleichzeitig Angst.  Manchmal ist es einfach auch Zuviel des schlechten. Aber darauf nimmt unser Leben, unser Umfeld nun mal keine Rücksicht.

Was du manchmal siehst und erlebst ist erschreckend. Manche Situationen lassen dir keine andere Wahl, entweder annehmen, ändern oder verlassen.

Und manchmal ist eine schnelle Entscheidung nötig. Triff die Entscheidung aus deinen bisherigen Erfahrungen, aus deinen bisherigen Situationen, die du schon gemeistert hast. Lass dich nicht von deinen Erwartungen und Befürchtungen lenken, nimm das Ruder wieder selbst in die Hand.

Es wird nicht sofort und beim ersten Mal gelingen, aber von Mal zu Mal wirst du in den angstvollen Situationen souveräner und sicherer.

Aufwachen, annehmen und / oder ändere die Situation, werde zum Macher, statt Opfer zu bleiben. Das wird dir nämlich keiner abnehmen. Werde wieder „Herr der Lage“!

Frage dich, was kann ich hier lernen?

Denn ums Lernen geht´s hier, nicht um das Probleme erkennen. Es geht um Lösungsfindungen.

Es gibt immer etwas zu lernen, dein Leben ist ein lebenslanges Lernen.

Lebe deine Erfahrung, die gerade jetzt geschieht.

Minimalismus oder die Dosis macht das Gift

Eine sanfte Brise kann so erfrischend sein, z. B. am Meer nach einem heißen Tag.

Zuviel des Guten, geht meist schlecht aus, wi am Bild zu erkennen ist.

Nicht selten und nicht in wenigen Lebensbereichen geht es auch in unserem Leben so zu.

Manchmal ist es zu viel des Guten.

Deswegen mein heutiges Thema:

Minimalismus - ist in vieler Munde.

Ist es ein neuer Trend?

Ist es nur was für die, die ohnehin alles haben und denen es an nix fehlt?

Nein – ich glaube, es kann ein Lebensstil sein oder werden, der wirkliche Zufriedenheit bringt, nicht nur im privaten und persönlichen Bereich, sondern auch im Zusammenleben mit dem Hund.

Aus eigener Erfahrung z. B. in der Ernährung, habe ich festgestellt, dass Essen erst richtig gut schmeckt, wenn man vorab enthaltsam war. In welcher Form auch immer. Entweder durch eine eingelegte Fastenzeit oder einer Diät, weil man ohnehin zu viel auf den Rippen hat. Genuss durch Verzicht ! Probiert es mal aus. Es funktioniert wirklich.

Entsagung oder Entbehrung ist erst mal schwer. Wenn man dann aber, nicht nur aus Heißhunger, wieder etwas zu sich nimmt und sich Zeit nimmt es zu genießen, dann schmeckt auch frisches trockenes Brot wieder so genial und bemerkt dabei, dass man ganz vergessen hat, dass es so gut schmeckt kann. Auch ohne dick Butter, Käse, Wurst oder Marmelade.

Mein Leitsatz: „Weniger ist oft mehr“!

Wie kann das im Zusammenleben mit deinem Hund aussehen?

Weniger Dressur, mehr persönlicher Kontakt?

Weniger Leckerli, dafür optimales Futter?

Weniger Sprache, mehr hinschauen?

Weniger „Schickimicki“ dafür mehr Dreck im freien Feld?

Und so weiter und so fort, wenn jeder für sich einfach mal überdenkt, was denn der Hund wirklich besser finden würde, ist schon viel gewonnen.

Mehr im Sinne des Hundes, weniger Anpassung an unser Leben verlangen. Einfach selbst mal überlegen, was würde dein Hund jetzt wohl am liebsten tun? Und – kann ich ihm das ermöglichen?

Diese Frage kannst nur du allein beantworten, denn niemand kann für dich die Grenzen deines Hundes festlegen. Aber vielleicht können sie etwas in seinem Sinne verschoben werden. ?

Wie so oft, „macht die Dosis das Gift“!

 

Wissen, dass ich nichts weiß

Nicht wenigen Hundehaltern ist eine Welt zusammengebrochen deren Hund sich zu einem kleinen Monster verwandelt hat, warum auch immer.

Auch ich erinnere mich an eine Zeit, in der ich selbst ein ganz normaler Hundehalter in einer Hundeschule war, ich befand mich in einer Situation, in der ich nicht wusste, wie ich mit meinem Hund weiterarbeiten sollte. Ich verstand einfach nicht, dass mein Hund einfach nur ein Hund war und auch sein wollte. Und noch weniger verstand ich die Tatsache, dass dies auch gut so war. Ich hatte ein Bild vom wohlerzogenen Hund vor mir und mein Hund entsprach diesem überhaupt nicht. Dieses Bild bekam ich durch andere Hundehalter, durch unsere Gesellschaft, durch unsere Medien unterschiedlicher Art übergestülpt. Das eigene Denken und Hinterfragen habe ich bis dato nicht beherrscht. Leider ?

Der Glaube, er bräuchte nur die richtige Erziehung, dann wird auch dein Hund ein 08/15 Hund hat mich damals noch dazu veranlasst ungefragt umzusetzen, was mir der Trainer sagte. Das tut mir heute noch leid. Und immer, wenn ich heute ein Foto von meinem damaligen Hund ansehe, kommt mir dieses schlechte Gefühl wieder hoch.

Wenn das nicht Grund genug dafür ist, anzufangen selbst zu denken, immer wieder zu hinterfragen.

Denn der Grund ist doch der, dass unsere Hunde uns ausgeliefert sind. Wo sollen sie denn auch hin? Sie haben nicht die Wahl zu sagen: „Ich bin es satt, ich ziehe aus“! ?

Eine Hundeschule sollte mich und meinen Hund nun retten, sollte meine Situation retten. Die Lösungen haben mich absolut nicht überzeugt, und meinem Hund erst recht nicht. Denn anschließend hatte ich einen Hund der zitternd vor mir saß und gar nichts mehr richtig machen konnte.

Wenn dir also der Teppich unter den Füßen gezogen wird, wird es Zeit wach zu werden.

Heute weiß ich als Trainerin, wie wichtig es ist mich an diese Zeit der Unwissenheit zurück zu erinnern. Dann dadurch bekomme ich wieder eine Ahnung, wie wenig ein ganz normaler Hundehalter oft weiß. Ich höre auf, vorauszusetzen, dass mein Wissen auch sein Wissen ist. Das habe ich leider oft übersehen.

Ich will niemanden weniger Wissen unterstellen als mir. Ist zwar wohlwollend, aber nicht hilfreich. Indem ich nämlich dieses Wissen unterstelle, gebe ich meinem Kunden, dem Hundehalter erst recht das Gefühl von Unwissenheit und das ist absolut unprofessionell.

Diese Erkenntnis habe ich natürlich auch erst durch eigene Erfahrung gewonnen. Es war keiner da, der mir dieses Wissen beigebracht hätte, in der Hundetrainer-Ausbildung.

Und ganz ehrlich? Ich habe am liebsten die Kunden, die wissen, dass sie noch zu wenig wissen. Kunden, die alle Probleme erst mal bei sich suchen ohne sich demütig, sondern als neugierig auf die Vielfalt der Möglichkeiten, zeigen.

Diese Grundhaltung macht es möglich auf Augenhöhe zwischen Trainer und Hundehalter im Sinne für den Hund zu arbeiten und zu trainieren und zu konditionieren.

Denn ich als Hundetrainer weiß in gewissen Bereichen auch nichts. Ich weiß nicht wie das Team vor mir lebt, ich weiß nicht welche Persönlichkeiten der Mensch und auch der Hund sind, ich weiß nicht welche Vergangenheit und damit welche Erfahrungen beide bisher gemacht haben.

Fazit: Nur wenn alle „Miteinander“ arbeiten, wohlwollend, Anerkennend und respektvoll miteinander umgehen, kann ein optimales für alle zufriedenstellendes Training stattfinden.

Leider stelle ich aber fest, wie ich selbst früher auch, dass manche Trainer sich als Guru befragt fühlen und sich dann auch so aufführen und den Menschen vor sich degradierend behandeln.

Mit Ungewissheit umgehen lernen, diese auch erst mal zuzugeben, veranlasst den Kunden, dich trotzdem mit Respekt zu behandeln, weil dieser Kunde erfährt, dass du dich eben nicht als Guru aufführst, sondern offen und weitsichtig bleibst für das was da kommt.

Und hier kommt die wichtigste Fähigkeit eines Trainers zu tragen, das richtige Zuhören.

Das hört sich leichter an, als es ist. Das Zuhören zwischen den Zeilen. Und die Antwort darauf ist nicht eine Antwort, eine schnelle Lösung, sondern ein mitfühlendes, einfühlsames Nachfragen. Hab ich als Trainer alles so verstanden, wie ich glaube, was der Kunde mir wirklich sagen will? Oft stellt sich heraus, dass der Kunde sein Problem selbst noch nicht in richtige Worte fassen kann. Im Laufe eines Gesprächs könnte es dann zu einer gemeinsamen Lösung kommen.

Lerne, als Trainer und auch als Hundehalter nicht in Panik zu verfallen, wenn sich nicht sofort eine Lösung in deinem Kopf präsentiert, lerne zu verstehen. Zuhören geschieht nicht nur zwischen Menschen, sondern auch zwischen Hund und Mensch durch beobachten.

Das langfristige Ergebnis ist Freude und Stolz auf die eigenen, nun erworbenen Fähigkeiten. Der Lohn deiner Mühen ist ein Erkennen deines Hundes und die dadurch entstandene Bindung zu deinem Hund.

Und auch die Anerkennung, dass manches so ist wie es ist. Dein Hund, sei er noch so problematisch – kann dein größtes Geschenk sein, er ist deine Herausforderung und dein Lehrmeister. Und du lernst deinen Hund so zu sehen und vor allem anzuerkennen, dass er so ist, wie er ist. ?

Manche Lösung ist einfach.

So manche Lösung ist einfach nur Management betreiben, ist einfach nur zu lernen, eine Situation einfach nur anzunehmen. Und tatsächlich rate ich einigen Hundehaltern dazu, damit wir die Hunde nicht allzu sehr verbiegen müssen. 

Hundetraining ein Lotteriespiel?

 

Frisch ausgebildete HundetrainerInnnen sind stolz es geschafft zu haben. Sie sind motiviert und wirklich daran interessiert das Gute in die (Hunde)welt hinaus zu bringen. Voller Enthusiasmus und Zuversicht gehen sie ans Werk.

Irgendwie haben sie dennoch ein flaues Bauchgefühl, etwas was man nicht wirklich beschreiben kann, denn sie haben doch nun unter Beweis gestellt, dass sie es draufhaben, als Hundetrainerin zu arbeiten.

Ist das so?

Sie fühlen – da fehlt noch was. Sie fragen sich, was wenn…, und darauf hat sie keiner Vorbereitet.

Der Fall wenn!

Der Fall wenn, ist der Fall, wenn die Kunden kommen, die schon alles wissen.

Wenn die Kunden kommen mit einem Spezialfall, der eben nicht so die Regel ist.

Was ist ein Fall, der nicht die Regel ist?

In der Hundetrainer-Ausbildung werden Grundlagen aus der Wissenschaft herangezogen.

Wissenschaft ist eine tolle Sache, denn sie ist etwas was Wissen schafft. ?

Wenn man sich mit dem Thema Wissenschaft näher beschäftigt, stellt man fest dass aus den Untersuchungen immer eine Schnittmenge genommen wird, die den Ergebnissen, den Statistiken zugrunde gelegt werden.

Die wenigen Fälle, die oben und unten aus dem Raster fallen, werden eben nicht berücksichtigt, weil die Zahl derer eben geringer ist als die große Mitte.

Wenn nun dein Hund einer derer ist, die nicht in diese Schnittmenge passte, nicht dem Standard entspricht, was dann?

Wenn du nun an einem Trainer gelangst, der nach den neusten Erkenntnissen der Wissenschaft trainiert, erzieht und unterrichtet, könntest du mit deinem Hund nun ein Problem bekommen.

Wir fragen uns dann, warum bin ich zu blöd, die Vorgaben des Trainers umzusetzen?

Wir zweifeln an uns, wir zweifeln an unseren Hunden.

Dein Hund blamiert dich, macht nicht mit, dieser Dickschädel, dieser sture Sack. Er blamiert dich obwohl du dein Bestes gibst.

Das eigentliche Problem ist doch, dass dich kein Trainer darauf hinweist, dass es so ist wie oben beschrieben, weil seine Ausbildung das nicht hergab. Hier können erfahrene, weitsichtige und offensichtige Trainer, die „pro Hund“ arbeiten, dir behilflich sein.

Denn Hundetraining ist mehr als Bücher zu studieren und einige praktische Erfahrungen zu machen. Selbst meine eigene Ausbildung war, was das angeht ziemlich spärlich. Das ganze erforderliche Wissen, das Bauchgefühl und den Willen dazu musste ich mir erst selbst aneignen. Und die Standard-Ausbildung stand mir dabei so manches Mal im Wege.

Hundetraining ist so vielseitig. Hundetraining erfordert unendlich viele Möglichkeiten, die vom Herzen kommen, die den Hund sehen und den dazu gehörigen Menschen.

Es gibt Hundecharaktere wie es Sterne am Himmel gibt und es gibt Menschencharaktere wie Sand am Meer. Und diese Kombination aus beiden potenziert die möglichen Konstellationen von Mensch und Hund Teams. Wie kann es da ein 08/15 Training zum Erfolg führen?

Es ist wie folgender Vergleich: Eltern werden kann fast Jeder, aber gute Eltern werden, dafür brauch es Persönlichkeit, Feingefühl, Einfühlsamkeit, Flexibilität und vor allem Liebe zum Menschen und zum Hund.

Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weiter!

Kriegerin statt Opfer

Ich wünsche mir eine tiefe Verbundenheit mit meinen Hunden. Und ab und zu nehme ich diese auch wahr, wenn sie und vor allem ich selbst, nicht gerade mit etwas anderem beschäftigt bin. Diese Glücksmomente würde ich gerne weitergeben, weil ich sie als so wertvoll erfahre.

Wenn mein Leben sich wieder gestresst zeigt, nehme ich meine Hunde mit und uns eine Auszeit. Auch wenn sie nur eine Viertelstunde dauert, diese Auszeit. Aber diese Zeit erdet mich immer wieder.

Diese natürliche Entspannung, die ich in der Natur erleben kann, ich erlebe sie weil ich meine Hunde habe, ich durch sie sehr viel draußen in der Natur bin und mir immer wieder neue Gebiete suche und entdecke.

Diese Erfahrung weitergeben ist mir ein Herzenswunsch, weil ich selbst spüre wie gut es mir und den Hunden tut. Da brauch ich keine Kommandos, keine Disziplin, da können wir einfach nur sein.

Dort kann ich die Probleme des Alltags, die ich auf diesen Weg mitnehme, um sie zu verarbeiten, einfach verlieren. Wie oft komme ich nach Hause, glücklich und zufrieden und stelle fest, dass sie nicht mehr da sind, die Alltags-Probleme. Sie sind stattdessen nur noch eine Aufgabe, die es zu erledigen gilt, geworden. Ich habe einen nötigen Abstand zu meinen Problemen und dadurch Geschenke, nämlich Ruhe, Übersicht, Gelassenheit bekommen.

Mit dieser Gelassenheit lassen sich die täglichen Alltagsprobleme gleich viel leichter angehen und auch noch verständnisvoller mit anderen Menschen umgehen, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie schnell man mal schlecht drauf ist.

Durch meine eigenen Erfahrungen, wie es mir gehen kann, wenn ich gestresst bin und diesen Stress aus einem anderen Blickwinkel sehen zu können, fällt es mir leicht Verständnis für andere Menschen zu haben. Besonders wenn sie sich auch gerade in so einer Stresssituation befinden. Ich verstehe, dass sie gerade nicht anders können und dass es nichts mit mir zu tun hat.

Die Hochs und Tiefs des täglichen Lebens lassen sich viel leichter ertragen, wenn wir einen gewissen Umgang mit ihnen erlernen, auch im Hundetraining. In diesen Situationen können uns unsere Hunde behilflich sein, weil sie uns tagtäglich vorleben wie das Leben auch zu leben möglich ist, nämlich im hier und jetzt zu sein.

Fragst sich dein Hund, was morgen sein könnte? Frag sich dein Hund, wieso es gestern Abend so eine schlechte Stimmung war? Nein – vorbei ist vorbei. Heute ist ein neuer Tag. ?

Das Chaos des Alltags als natürlichen Zustand zu betrachten ist eine Kunst, die mit entsprechender Gelassenheit als Aufgabe und Herausforderung statt als Problem gesehen werden kann. Also schau öfter auf deinen Hund.

Werde die Kämpferin des täglichen Lebens und sei kein Opfer, die ihr Leid beklagt. Du wirst erkennen, wie dich das erdet, wie dich das Selbstbewusster macht, wie dich das unabhängiger macht, weil du niemanden mehr brauchst dem du dein Leid klagen musst und niemanden mehr brauchst der dich bedauert.

Natürlich gibt es Leid, das zu beklagen ist, natürlich gibt es Situationen, die weh tun. Und natürlich brauchen wir dann Menschen, die zu uns stehen und uns nahe sind. Es geht hier nicht um Schicksalsschläge, die wir nicht beeinflussen können.

Ich meine eher die tagtäglichen Kleinigkeiten, die und das Leben auch manchmal schwer machen können. Wie z. B. „die Benzinpreise sind schon wieder gestiegen“, „wieso hast du den Abwasch nicht gemacht“? „Dies und Das ist auch nicht mehr was es mal war“, „hast du die Nachbarin gesehen, wie die die Fenster putzt?“

Würden Hunde solche Fragen stellen, „darf ich das Kaninchen jagen“? Sie tun es oder sie lassen es, sie reden nicht darüber.

Würden Hunde sich darüber beklagen, „der hat an meinen Baum gepinkelt“? Sie pinkeln einfach wieder und wieder über! ? 

Nein - denn solche Gespräche führen zu nichts. 

Beklag dich nicht, denn du verteilst deinen Ärger nur noch an andere weiter.

Kennst du Leute, die dich anrufen und nach diesem Gespräch mit ihnen fühlst du dich auf einmal irgendwie komisch, schlechter als vorhin? Und du weißt gar nicht so wirklich warum?

Das zu merken ist schwer, das abzuwürgen noch viel schwerer!

Wenn du eine Situation hast, die dir nicht gefällt, ändere sie, verlasse sie oder find dich damit ab, aber hör auf zu jammern. Gehe deine Baustellen an mit dem Mut einer Kämpferin, mit der Aggression, die es braucht um nicht als Opfer durch die Welt zu gehen.

Bei Hunden nennt man das „erlernte Hilflosigkeit“. Ja, das funktioniert auch bei uns Menschen.

Aber es gibt eine gute Nachricht – da kannst du auch wieder rauskommen. Du kannst wieder zur Kriegerin werden, statt Opfer zu bleiben. Also: Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weiter! ?

Warum es keinen Grund gibt, irgendjemanden mehr zu respektieren als dich selbst.

Sehr viele Hundehalter glauben an irgendwelchen Theorien, Methoden und Allheilmittel, die ihnen Lösungen für ihre Probleme mit ihrem Hund versprechen. Das ist ein sicherer Weg, sich von der Praxis und besseren Selbstentfaltung immer weiter zu entfernen. Einige Hundetrainer sind darin ja auch sehr gut. Sie erzählen dir diese Theorien, die ja auch richtig sind, rauf und runter und beeindrucken dadurch ihr Publikum. Diese Theorien führen aber leider nicht immer zur Umsetzung zu einer Lösung deines Problems, du verstehst, wenn es gut geht, vielleicht die Zusammenhänge.

Manche Hundehalter verbringen von sich aus viel Zeit für das eifrige studieren von neusten Theorien und Wissenschaften und vergessen dabei, was ihren Hunden viel mehr fehlt als Theorie und wissenschaftliche Erkenntnisse. Nämlich Anteilnahme, Zeit und persönlicher Einsatz.

Genau dieser persönliche Einsatz ist es, der dich deinem Hund näherbringt. Dinge einfach mal ausprobieren auch ohne die Gewissheit, ob es gut ausgeht oder nicht. Genau diese Fehler sind es, die dich persönlich besser machen. Es ist nämlich eine „Selbsterkenntnis“. Die ist Gold wert. ? Fehler machen wir ohnehin und unsere Hunde sind sehr großzügig im verzeihen, das wissen wir aus eigener Erfahrung. Wir machen Fehler ja nicht mit Absicht, sondern (noch) aus Unwissenheit.

Viel Hundehalter bürden sich mit den ganzen Theorien und Methoden und Wissenschaften Sorgen auf, die niemanden wirklich glücklich machen. Dich nicht und deinen Hund auch nicht. Denn oft versteht der Hund sie ohnehin nicht, er lebt sie höchstens. Und das Ganze leben, solltest du auch mal machen. Vor lauter theoretischem Wissen, trauen sich viele nicht mehr ins handeln zu kommen.

MACHEN – ist der entscheidende Faktor.  Entscheidend dabei ist die Tatsache wie glücklich du und dein Hund an jedem einzelnen Tag in eurem Leben seid und wie erfolgreich ihr beim täglichen Training werdet.

Dieses tägliche Training muss/brauch wirklich nur wenige Minuten am Tag, idealerweise öfter am Tag. Und genau diese kurzen, regelmäßigen Trainingseinheiten sind es, die euch erfolgreich werden lässt.

Du kannst zig Bücher lesen, viele Videos schauen, wenn du nicht ins „TUN“ kommst, sind sie alle überflüssig.

Wer imstande ist, seine Wünsche und Bedürfnisse und die seines Hundes selbst zu verwirklichen, hört auf zu jammern, gibt anderen (Trainern) nicht die Schuld am Nichtgelingen des Trainings, sondern du übernimmst selbst die Verantwortung.

Und wenn du nun noch einen Trainer nach speziellem Wissen fragst oder dir ab und an mal zeigen lässt, wie etwas funktionieren kann, dann hast du und auch dein Hund gute Chancen richtig gut zu werden. Egal in welcher Disziplin. Das Geheimnis ist mal über den Tellerrand hinweg zu schauen und nicht die Philosophie eines einzelnen Trainers umzusetzen ohne dich selbst zu hinterfragen, was soll das Ganze?

Hier geht’s nicht um wissenschaftliches oder pseudowissenschaftliches Arbeiten, sondern um das persönliche Einbringen in das Leben deines Hundes. Er soll dich spüren, hören, sehen und riechen und dadurch als rationale Autoritätsperson wahrnehmen. Jeder kann sich diesem Prozess der bewussten Beschäftigung mit sich selbst und seinem Hund unterziehen, auch du.

Früher war alles viel einfacher, sagen viele Hundehalter! Warum? Weil früher oft aus dem Bauch heraus entschieden, gehandelt und reagiert wurde. Nein, nicht immer richtig, dass wissen wir inzwischen auch. Aber die neusten Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung und das persönliche intuitive, verantwortliche Handeln wären doch eine perfekte Kombination. ?

Es ist die Entscheidung für Qualität statt Quantität. Für Vertiefung statt Oberflächlichkeit. Die Entscheidung dafür, möglichst viel von dem, was du tust, zu genießen und möglichst wenig von vornherein als notwendiges Übel abzutun.

Die Entscheidung für die Strategie der kleinen Schritte als grundlegende Lebenseinstellung ist mehr als nur ein Rezept, wie du etwas anders machen kannst als bisher. Sie ist der Anfang dafür, Verhaltensweisen, die durch jahrelange Gewöhnung zum Alltag wurden, wieder neu zu verändern.

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                                                                                                                         01.02.2019

Was verspricht dir dein Tag heute?

 

Du weißt, dass gewisse Routinen, Tätigkeiten oder Angewohnheiten nicht deinem Anspruch genügen, nicht deinen Wünschen und Vorstellungen entsprechen.

 

Nehmen wir doch nur mal den täglichen TV-Konsum.

 

Warum machst du das? Warum brauchst du das?

 

Zur Ablenkung, Berieselung, müde werden...?

 

Jeden Abend...?

oder sogar den ganzen Tag über, sobald du Zuhause bist ist das Fernsehprogramm dein ständiger Begleiter?

 

Bekloppt, oder?

 

Das habe ich auch jahrelang so gemacht. Bis ich mir überlegt habe, was das denn soll.

 

Warum ziehe ich mir so viel Scheiß, so viel Werbung, so viel unrealistische Fernsehsendungen an?

 

Nach einem Jahr Fernseh-Abstinenz habe ich mal wieder einen Abend vor dem Fernseher verbracht und festgestellt:

1. es war immer noch das gleiche Programm und

2. immer noch ein riesengroßer Mist.

 

Routinen, lassen dich so durchs Leben schleifen, ohne dass du selbst das Ruder in der Hand hast, du lässt dir vorleben, wie das Leben zu funktionieren hat.

 

Und das hat nun auch auf unsere Hunde Einfluss genommen. Da wird dir jetzt gezeigt wie Hunde zu funktionieren haben. Wie Hunde gesehen werden sollten. Wie Hunde erzogen werden sollen und wie man das macht wird auch gleich gezeigt.

 

Die meisten Zuschauer wissen aber nicht, dass dort vieles nicht dargestellt wird, was nicht gezeigt werden soll. Das ist alles andere als das wahre Leben. Das ist Manipulation vom Feinsten und dann müssen am nächsten Tag unsere Hunde herhalten, weil wir dann ja wissen, wie es geht  Oder?

 

Hier kommen nun zwei Dinge zusammen:

  1. Dir deiner Gewohnheiten und Routinen bewusst zu werden, welche willst du wirklich noch und welche willst du jetzt ändern?
  2. Die gewonnene Zeit stattdessen als dein Leben Live zu leben und es selbst zu tun, selbst zu denken, selbst wieder Erfahrungen zu machen und darüber hinaus, wieder einen glücklichen Hund und vor allem einen ausgelasteten Hund zu haben, weil du wieder viel mehr Zeit hast, dich mit deinem Hund zu beschäftigen.

Und wenn du es schaffst, einiges zu verändern, dann geht es dir so oder ähnlich:

Du fällst ins Bett und schläfst tief und fest und vor allem meist mit guten und zufriedenen Gedanken ein“.

Das tut dir gut, du bist abends müde, weil du viel aktiver geworden bist. Und dann schläfst du auch durch!! Und am Morgen stehst du gerne auf und beginnst deinen Tag voller neuer Ideen und voller Tatendrang.

 

Bei mir ist es oft so, dass ich wach werde und über den kommenden Tag nachdenke. Und nach einer Weile hält mich nichts mehr im Bett, weil ich es umsetzen will, nicht „MUSS“.

 

Wenn du gerne ins Bett gehst und am Morgen gerne wieder aufstehst hast du Vieles am Tag richtig gemacht. ! ?

                                                                                                                        31.01.2019

Du willst ja – aber dein Umfeld lässt dich nicht?

 

Wir haben uns alle schon mal vorgenommen uns zu ändern oder Etwas in unserem Leben zu verändern.

 

Du fängst an, Pläne zu machen, besorgst dir Dinge oder Wissen um deinem Ziel näher zu kommen.

 

Du fängst an, hast schon kleinste Erfolge, siehst, dass sich etwas tut.

 

Du bist motiviert und reißt dich zusammen, auch wenn´s mal schwer fällt.

 

Aber dann merkst du, dass die Resonanz in deinem Umfeld nicht die ist, die du dir erhoffst hast.

 

Es ist doch ein lohnenswertes Ziel, es ist doch erstrebenswert, dieses Ziel zu erreichen!?

 

Warum machen dir die anderen nun einen Strich durch die Rechnung, warum unterstützen sie dich nicht lieber?

 

Veränderungen fallen schwer und nicht jeder hat die Kraft und die Energie Veränderungen langfristig durchzusetzen.

 

Und wenn du Dich oder Etwas verändern willst, dann geht meistens damit einher, dass dein Umfeld auch betroffen ist. Und die sagen dann eher, „NÖ“! 

 

Warum? Weil es nicht ihr Bestreben, ihre Motivation ist, etwas zu ändern. Es kam nicht von ihnen selbst heraus.

 

Jede Veränderung braucht einen wichtigen Grund oder eine hohe Eigenmotivation, d. h. nur du siehst im Moment die Vorteile, die du dir aus dieser Veränderung versprichst. Das kann dein Umfeld nicht erkennen und es ist vielleicht auch nicht deren Ansinnen.

 

So – du raffst dich auf, bist voll motiviert, machst weiter, lässt dich von deinem Umfeld nicht mehr aufhalten. Aber du spürst, dass es manchmal sehr schwerfällt. Besonders dann, wenn du wieder mal viel Kontakt mit deinem alten Umfeld hattest.

Sie triggern dich an, sie ziehen dich runter, holen dich wieder dorthin zurück, wo du warst, als du noch einer von denen darstelltest. 

 

Aber überleg mal: in der Natur kommen junge Vögel, die einmal flügge waren auch nicht zu Mama zurück und wollen, dass alles so ist wie früher. Das funktioniert nicht. 

 

Du liebst dein altes Umfeld, die Menschen sind lieb und nett, so wie sie sind und du akzeptierst auch ihre „Eigenschaften“ auch wenn´s dir mehr und mehr schwerfällt.

Es ist verrückt, es zieht uns immer wieder zu unseren Wurzeln, zu unserer Heimat, zu unserem Zuhause, zu unserer Kindheit. Wir sehnen uns auf der einen Seite nach der „schönen alten Zeit“ und auf der anderen Seite stellen wir immer wieder enttäuscht fest, dass es diese schöne alte Zeit nie mehr geben wird.

 

Das bereitet uns Kummer, dann fragen wir uns, ist es das Wert, sich verändern zu wollen?

 

Es lohnt sich nicht nur, sich bewusst zu verändern, sondern es gehört zum Lauf des Lebens. Jeder Mensch, jedes Tier und jede Pflanze verändert sich.

 

Nur wir Menschen tun uns mit Veränderungen so schwer, weil wir gedanklich immer in der Vergangenheit verweilen und uns immer Sorgen machen, was denn die Zukunft uns bringen mag.

 

Stattdessen könnten wir wieder wie ein kleines Kind voller Neugier und Freude in den neuen Tag starten und annehmen was kommt statt uns dagegen zu wehren.

 

Und dann sind wir auch wieder Menschen, die gern gesehen werden, mit denen man gerne Zeit verbringt.

 

https://www.hundetrainer-wegberg.de/veranstaltungen/

                                                                                                                       30.01.2019

Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

 

Mit diesem Titel gibt´s ein Buch von Paul Watzlawick. 

Ein tolles Buch! Ich empfehle es zu lesen.

 

Was hat das mit Hunden zu tun?

 

Eigentlich nix, weil Hunde nun mal keine Worte beim verständigen verwenden, aber auch viel, weil Verständigung nun mal nicht nur verbal übermittelt wird.

 

Aber auch die Verständigung vom Hundehalter zu Hundehalter, also Hundefreunde untereinander und auch von Hundehalter zum Hundetrainer ist in diesem Thema mit einzubeziehen.

 

Watzlawick stellt sehr anschaulich dar, wie menschliche Kommunikation funktioniert und wie sie meine Wahrnehmung beeinflusst.

 

Jeder Mensch, auch ich, schafft sich seine eigene Wirklichkeit!

 

Diese ist dann abhängig vom Menschentyp der ich bin, von den jeweiligen Erfahrungen und Beziehungen, die mich ein Leben lang prägen und beeinflussen. 

Eine Zeit lang, während meiner Kindheit bin ich ihr ja auch ausgesetzt und ausgeliefert.

 

Mir dessen allein schon bewusst zu werden, lässt mich den Umgang mit meinem Kind aber auch mit meinen Hunden noch mal überdenken.

 

Welche Möglichkeiten haben sie denn? Sie sind mir ausgeliefert und müssen das Beste aus dem machen, was ich ihnen zu bieten habe. Und diese Fähigkeit der Anpassung haben sie ja auch.

 

Was habe ich ihnen zu bieten? Reicht das, was ich weiß und kann oder gebe ich zu, dass ich eigentlich von allem zu wenig weiß.

 

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“ sagte schon der griechische Philosoph Sokrates.

 

Mir geht´s darum ein Bewusstsein dafür zu schaffen, und dass wir alle unseren kleinen Teil zur besseren Verständigung beitragen können. Und diesen kleinen Teil vielleicht bereit sind, auszubauen. An mir selbst zu schrauben, um den anderen den Umgang mit mir selbst zu erleichtern.

 

Sobald ich glaube, meine Realität sei auch für alle anderen eine Tatsache, fangen die meisten Missverständnisse nämlich an. 

 

Ich lerne also zu hinterfragen, vor allem aber die eigenen Ansichten und Meinungen, bevor ich andere Menschen beurteile oder sogar belehren will.

 

Das sollte für alle Hundehalter gelten. Denn gefühlt,    gibt´s da draußen Millionen von Hundeverstehern, die schon alles wissen und können, vor allem aber alles besser wissen und können. (Das können junge Mütter sicher auch bestätigen, wenn´s um Kindererziehung geht).

 

Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre für jene gemacht werden, die für alles schon eine Erklärung parat haben und sie als objektive Tatsachen anpreisen.

 

Nur wenn ich selbst kritisch mit meiner Auffassung von Wirklichkeit umgehe, diese hin und wieder hinterfrage, habe ich eine Chance auf gute Kommunikation mit anderen Menschen und auch die, die mit Hunden zu tun haben.

                                                                                                29.01.2019

Ärger

 

Hat es dir jemals geholfen dich über eine Situation, ein Verhalten, ein Wort, ein Programm, eine Veränderung usw. zu ärgern?

 

Ist dieser Ärger jemals hilfreich gewesen, eine Sache, die dir nicht gefiel, zu ändern?

 

Wie ich aus eigener Erfahrung von mir behaupten kann NEIN!

 

Dieser Ärger oder diese Wut führt meistens dazu, dass wir uns im Nachhinein über uns selbst ärgern, weil wir uns ärgern über die Art und Weise wie wir in dieser oder jener Situation reagiert haben. Denn in diesen Momenten ist es nur noch eine REAKTION auf eine Aktion. Du bist in solcher Stimmung von Ärger oder Wut nicht mehr in der Lage zu agieren geschweige denn zu denken.

 

Es gibt tolle und relativ einfache Methoden, zu vermeiden, in solche Situationen oder Reaktionsmuster zu verfallen. Das Bedarf zwar etwas Übung aber es gelingt dann immer öfter. Und dann bist du in der Lage dich glücklich zu fühlen über dich selbst weil du spürst du meisterst die kritischen Situationen immer öfter.

 

Ja, das hat auch mit positivem Denken, mit Selbstreflektion und Arbeit an sich zu tun.

 

Ich sage dir nicht, dass es einfach ist – aber lohnenswert.

 

Ärger ist normal – aber überflüssig

Ärger macht krank – nicht nur dich – sondern auch dein Umfeld

 

Wenn du das in den Griff bekommst, wirst du in deinem Umfeld langfristig spüren, dass die Menschen deine Nähe suchen, weil du ein angenehmer Gesprächspartner und vielleicht auch Ratgeber geworden bist.

 

Verbreite diese Fähigkeit, sie macht unsere kleine Welt zu einem besseren Ort, wenn wir bei uns selbst anfangen.

 

Gerade in der Hundeszene unter Hundehaltern ist das Klima nicht oft ein angenehmes. Konkurrierendes Verhalten wie besser, schneller, höher, wie wir das schon immer seit unserer Kindheit gezeigt und vorgelebt bekommen haben.

 

Wir alle, können eigentlich nichts dafür – aber wir können aufwachen, das erkennen und dann etwas verändern.

 

Fangen wir bei uns selbst an.

                                                                                                                      28.01.2019

Dankbarkeit

 

Die kleinen Dinge sollst du zu schätzen wissen – dann geht´s dir wieder gut.

 

Das was du bereits hast, sollst du zu schätzen wissen – dann weißt du, dass du reich bist. 

 

Usw.

 

Wie erreichst du das?

 

Es gibt keinen einfachen Weg.

 

Entweder durch freiwilligen Verzicht oder durch dein Schicksal – das was du nicht steuern kannst.

 

Zum Beispiel durch Krankheit.

Drei Tag Migräne-Attacke vom Feinsten – drei Tage Schmerzen und Übelkeit und keine Möglichkeit da raus zu kommen, weil Medikamente nicht mehr helfen. Du kannst Tabletten nicht mehr zu dir nehmen, weil alles nicht im Magen verbleibt. Weil auch dein Magen streikt. Und er es dir auf brutalste Weise zeigt, dass er der stärkere ist. Nämlich dadurch, dass dir Speiübel ist und er sich weigert, irgendetwas aufzunehmen. Dadurch, dass er alles Retour schickt, was du ihm aufzwingst. Und wenn du jemals Migräne hattest weißt du wovon ich spreche. Denn in diesem Moment glaubst du, dass dein Kopf platzt, durch die Anstrengung des Übergebens.

 

Du bewegst dich und glaubst Pudding, statt Muskeln und Knochen im Körper zu haben. Deine Bewegungen gleichen, die einer Gummipuppe. Du schleichst dich durchs Leben, verrichtest nur noch das was du musst. Du legst dich ins Bett, das Einzige was dir jetzt noch irgendwie guttut und du lernst die Schmerzen auszuhalten.

 

In solchen Momenten könnte dir jemand Geschenke machen, könnte dir Jemand das beste Essen bringen, in diesem Moment ist dir das alles nicht wichtig. Selbst deine Probleme sind dann keine Probleme mehr.

 

Du hast nur noch einen Wunsch – „ich will wieder gesund werden“.

 

Du wirst demütig, du lernst JEDE kleine Verbesserung zu schätzen.

 

Dann kann selbst „Krankheit“ zu einer heilenden Erfahrung werden. Heilend nicht nur im Bezug auf Gesundheit, sondern insbesondere in Bezug auf Zufriedenheit, glücklich und wertschätzend sein.

 

Du machst dir danach bewusst, wieder gehen zu können, du machst dir die frische Luft, die Natur bewusst, alles Dinge, die uns jeden Tag kostenlos zur Verfügung stehen.

 

Du isst, als wenn du noch nie etwas gegessen hättest, jede kleine Frucht kannst du auch einmal genießen, nimmst ihren Geschmack, ihre Konsistenz wahr, nimmst wahr wie wertvoll diese Nahrung ist und dass auch diese dir jeden Tag zur Verfügung stehen. Selbst trockenes Brot schmeckt dann einfach wunderbar – du bist dankbar, dass du überhaupt wieder essen kannst.

 

Also warte nicht, bis dein Schicksal dich zwingt diese Erfahrung zu machen, lerne durch freiwilligen Verzicht dieses Glück zu erfahren.

 

Ich habe es gerade hinter mir.

                                                                                                 27.01.2019

„Eigentlich“

 

Eigentlich ist ein Wort, dass ich im Hundetraining ganz oft zu hören bekommen und eigentlich mag ich dieses Wort in diesem Zusammenhang auch gar nicht.

Aber es gibt eine Ausnahme – auch in Verbindung mit Hunden.

 

Sie zeigen uns, dass das Leben eigentlich ganz einfach ist oder sein kann.

Da sie die Kunst besitzen im Hier und Jetzt zu leben, machen sie aus bereits Erlebtem kein Drama.

 

Sie haken ab und fangen jederzeit neu an.

 

Ja, klar. Sie werden geprägt und beeinflusst. Ja, das beeinflusst auch ihr sein, keine Frage.

 

Eine gestern erlebte Geschichte dazu, die ich bei einer Zusammenführung der bisher im Haushalt lebenden Hündin, die eigentlich als eher garstig eingeschätzt wird und dem Neuankömmling, erlebte:

 

Zwei Hündinnen, Geschwister, knapp ein Jahr alt, werden im Ausland voneinander getrennt.

 

Glück oder Unglück?

 

Die Eine darf heute ausreisen und bekommt ein neues tolles Zuhause. ?

 

Die Eine wird also in eine Transportbox gesetzt, nachdem man ihr ein Sicherheitsgeschirr angezogen hat. Sie wird zum Flughafen gefahren, sie muss einchecken, wird verladen. Das Ganze hat mit viel Wartezeiten zu tun.

Und dann geht´s los. Der Flug nach Deutschland. Dort angekommen, ausladen, einchecken, die neuen Besitzer suchen, Papiere und alle erforderlichen Unterlagen werden ausgetauscht.

 

Die Übergabe an die neuen Besitzer, die sich sehr freuen und entsprechend aufgeregt sind. Denn auch für die neuen Besitzer wartet nun ein Überraschungspaket, auch wenn man sich vorher ausgiebig über alle Eigenschaften des Hundes erkundigt hat.

 

Dann wieder 3 Stunden Autofahrt, mit Zwischenstopp zum Pippi machen. Eine neue Umgebung, neue Geräusche und Gerüche.

 

Ich habe den ganzen morgen schon Kopfkino, wie es dieser neuen Hündin wohl gehen mag. Bei all den Erlebnissen und Abenteuern die sie am heutigen Tag erlebt. Und keiner hat sie gefragt, ob ihr das wohl gefallen würde.

 

Wir Menschen würden da nicht freiwillig mitmachen, wenn wir wie dieser Hund nicht vorher schon wüssten was auf uns zukommt. Wir Menschen würden wahrscheinlich voller Angst in der jeweiligen Situation sein und voller negativer Gedanken, was denn alles noch passieren könnte. Die wenigsten Menschen besäßen dann die Fähigkeit, Gutes in dieser Situation zu erwarten.

 

Ja, genau. Unsere Gedanken machen viele Lebenssituationen erst zu einer guten bzw. schlechten Geschichte.

 

Wie gesagt, ich hatte Kopfkino auch noch bei der Ankunft, musste ich doch darüber nachdenken, was dieser Hund alles mitgemacht hat an diesem einem Tag.

Und dann kam der große Augenblick für mich.

 

Die neue Hündin stieg vorsichtig aus, mithilfe der freundlichen Zusprache der neuen Besitzer. Sie schaute sich um, kam auf mich zu, sie war sehr aufgeschlossen und schaute sich weiter um.

 

In einem geschützten Raum konnten wir sie dann frei lassen, um zu sehen, wie sie sich verhält. Nachdem sie sich auch dort umsehen konnte, orientierte sie sich direkt immer wieder am Menschen.

 

Und dann kam sie – die kleine garstige Chefin.

 

Die neue ging auch hier vollkommen souverän mit der Situation um und nach relativ kurzer Zeit haben sie sich erst mal toleriert. Die Zusammenführung lief komplikationsfrei und die zukünftigen Aussichten sind sehr gut.

 

Ich bin erstaunt und begeistert über die Fähigkeiten der neuen Hündin.

 

Die nach so einem Tag, voller Neuigkeiten und Ungewissheiten einfach wieder im Hier und Jetzt lebt, sich den neuen Situationen und Gegebenheiten hingibt und einfügt.

 

Hätten wir Menschen diese Fähigkeiten, gäbe es weniger Depressionen und schlechte Tage, gäbe es weniger Probleme und Sorgen, weil wir in der Lage währen neue Momente so anzunehmen wie sie sind.

 

Sind Hunde ein großes Vorbild für uns, lohnt es sich mal darüber nachzudenken?

                                                                                                 26.01.2019

Wunder gibt es immer wieder !?

Gibt´s ein Problem? Du fühlst dich mies und ohnmächtig?

Du weißt, es gibt immer zwei Seiten einer Medaille.
Nord und Südpol, schwarz und weiß, hell und dunkel, positiv und negativ ….

Und genau daran will ich ansetzen.

Ist etwas positiv oder negativ?
Und wer entscheidet darüber welchen Wert etwas hat?
Und hast du einer Sache bereits einen Wert zugeteilt, ist deine Meinung, deine Stimmung, deine Emotion entstanden.

Und so entsteht das Problem!

Nein, so einfach ist es nicht, wie es hier geschrieben steht.
Diese Sätze und Lösungen findest du überall – nix Neues!
Du könntest im Internet tausende Seiten und viele Stunden über Chakka-Sprüche lesen und manchmal hilft es ja auch schon, wenigstens bei Kleinigkeiten.

Um größere Probleme zu bewältigen brauchst du Jemanden an deiner Seite, der dir verschiedene Möglichkeiten aufzeigt, wie du deinen individuellen Lösungsweg findest.

Dein Lösungsweg ist harte Arbeit an dir selbst. Ist auch mal durch Höhen und Tiefen zu gehen. Aber jeder Schritt ist ein lohnender Schritt. Du wirst alle Fähigkeiten, die du im laufe der Zeit erwirbst nicht nur immer wieder einsetzen können, du wirst sie selbst in deinem Umfeld weitergeben können.

Und genau hier geschieht ein Wunder. Dein Umfeld wird dich fragen ob du frisch verliebt bist. Sie werden dich fragen, warum du so gut drauf bist oder welche Drogen du nimmst. Dein Umfeld will auch diese Drogen.

Und diese Droge ist gesundheitsfördernd, ist preiswert, ist glückbringend, führt zu innerer Zufriedenheit und bringt dir Wertschätzung aller Dinge und Situationen, die schon da sind.

Wenn einer eine Lehre, eine Ausbildung macht, dann geht man in der Regel von einer Ausbildungszeit von 2-10 Jahren aus. Je nach dem was du lernst.

In zwei Jahren hast du auf jeden Fall den Status erreicht, dass du weitermachen willst. Das ist der Effekt der „Wunderdroge“ ? Also Wunder und Droge.?

Das Beste kommt zum Schluss:

Mit deiner Veränderung, mit deiner persönlichen Entwicklung Richtung Zufriedenheit, Liebe, Glück und Nächstenliebe veränderst du auch die Welt, dein Umfeld, dein Umgang.

Du erkennst die einzelnen Schritte, die notwendig sind, die Welt besser zu hinterlassen. Und du bekommst damit (wieder) einen Lebenssinn.

Wir fragen uns oft, was ist der Sinn des Lebens?

Für mich ist der Sinn des Lebens Menschen behilflich zu sein, ihr Leben leichter „in den Griff zu bekommen und vor allem unseren Kindern alles mitzugeben, damit sie es später wirklich mal leichter haben. Und das hat nichts mit Geld, Wohlstand und Verwöhnung zu tun.

Unser Leben braucht viel mehr als das.

Es braucht Fähigkeiten, die es ermöglichen mit anderen Menschen und allen Lebewesen so umzugehen, dass alle glücklich sein können und die Wertschätzung allem, was da ist, und die Fähigkeit, diese Fähigkeiten weiter zu geben.

Warum beleuchte ich Themen von unterschiedlichen Seiten, warum schreibe ich soviel über verschiedene Sichtweisen, warum halte ich persönliche Weiterentwicklung für enorm wichtig, warum biete ich Mentaltraining an?

Um selbst zu profitieren, um selbst zu wachsen, um meinen eigenen Nutzen daraus zu ziehen?

JA! Auch

Aber in erster Linie um meiner Umwelt den Umgang mit mir zu erleichtern – und das führt dazu, dass mein Umfeld entsprechend darauf (auf mich) reagiert.

Weil ich es geschafft habe, alles was Andere zu mir sagen, nicht direkt auf mich zu beziehen und deswegen nichts mehr in den „falschen Hals“ bekomme.

Weil ich es gelernt habe richtig zuzuhören, dadurch habe ich die Chance das zu verstehen, was der Andere wirklich sagen will.

Ihr glaubt es kaum – es nimmt so unendlich viel Stress aus all den Alltagssituationen und Beziehungen.

https://www.hundetrainer-wegberg.de/mentaltraining-im-hund…/

 

                                                                                                         25.01.2019

Hundeerziehung ein Spagat -

zwischen artgerecht und an unserer Gesellschaft angepasst?

 

Was ist artgerechte Hundehaltung?

 

Kann es sie hier in unserer Gesellschaft überhaupt noch geben?

 

Sind nicht die typischen Auslandshunde, die wir alle retten wollen, eigentlich die Hunde die am artgerechtesten leben?

 

Sie dürfen ihren Alltag selbst bestimmen, sie dürfen schlafen wann und so viel sie wollen und in ihrem eigenen Rhythmus.

Sie dürfen Sozialkontakte pflegen wann und mit wem sie wollen und schnell wird klar, wer nicht will und mit wem sie besser keine Kontakte haben sollten. Sie lernen das Leben kennen, in dem sie einfach leben. Und sie wissen nix über positive Konditionierung, es funktioniert einfach.

 

Es gibt zahlreiche Bücher und Infos darüber wie freilaufende Hunde im Ausland auf der Straße leben.

Sie werden nicht verwöhnt verhätschelt, gebadet und angezogen.

Ja, es stimmt, sie frieren auch schon mal und sie müssen auch schon mal hungern. Aber sie können selbstbestimmt und wirklich artgerecht leben. Selbst Gefahren den sie ausgesetzt sind, gehören nun mal zum Leben.

 

Das ist selbst bei uns Menschen nicht anders. Nur in unserer abgesicherten Gesellschaft bekommen wir das so nicht mehr mit. Und meist wird, wenn Gefahren lauern, schnell ein Geschäftsmodell draus und Sicherheitsvorschriften erlassen. Letztlich ist das Leben am Ende dennoch tödlich. Für alles was auf der Erde kreucht und fleucht.

 

In manchen Mensch/Hund Beziehungen wäre „weniger=mehr“ und in anderen wäre etwas mehr angebracht. Das richtige Maß zu finden ist nicht einfach.

 

Wir Hundehalter unterliegen ohnehin schon einen Tagesablaufplan, der wenig Raum und Zeit lässt. Also wird der Hund „ins Programm“ aufgenommen und das tägliche Repertoires abgespult.

 

So fehlt es nicht an gutem Willen, sondern an der guten inneren Einstellung zum Leben mit Hund.

 

Wie wäre das zu ändern?

 

Feierabend, Aufgaben und Pflichtprogramm erledigt.

Und nun kommt der Hund ins Spiel – mit ihm gemeinsam Zeit verbringen.

 

D. h. nicht, ein zusätzliches Programm abzuspulen, sondern mit ihm die freie Zeit genießen. Anstatt eine gewisse Strecke abzulaufen, damit der Hund müde wird, einfach nur mal schlendern. „Schlendern ist Luxus“ sang schon Ulla Meineke.

 

Bei diesem Schlendern hat dein Hund alle Möglichkeiten, seine Nase einzusetzen. Hat er alle Möglichkeiten sich zu bewegen, ganz nach seinem Bedürfnis. Und du hast alle Möglichkeiten dich zu entspannen, indem du einfach deinen Hund beobachtest und ihn dadurch vielleicht noch auf eine ganz andere Art und Weise kennen zu lernen.

 

Und selbst bei problematischen Situationen, in welcher Form auch immer, hast du nun Ruhe und Gelassenheit souverän darüber nachzudenken oder zu reagieren, weil du in deinem Kopf nicht schon wieder ein Pflichtprogramm hast.

 

Versuchs mal mit:

 

https://www.youtube.com/watch?v=v_EWWyJfgPc

                                                                                                               24.01.2019

Die goldene Mitte -

 

oder auch Akrobatik im Unterricht genannt.

 

Beim Training stehe ich manchmal in einer Gruppe von Menschen, die so unterschiedlich sind wie bunte Murmelkugeln.

 

Spannend und herausfordernd. Man kann nie die genaue Richtung vorherbestimmen, in der sich ein Mensch/Hund Team entwickelt.

 

Jedem auf seine individuelle Art und Weise gerecht zu werden, bedarf manchmal einen Spagat, da würden Kunstturner blass werden.

 

Aber genau das ist es, was einen kompetenten Trainer auszeichnet.

Die Fähigkeit, bei Mensch und Hund Bedürfnisse und Erfordernisse zu erkennen.

Dazu braucht es mehr, als die Ausbildung zum Hundetrainer.

 

Als Hundetrainer bist du ein bisschen Therapeut, ein bisschen Pädagoge, ein bisschen Sportlehrer, ein bisschen Seelenklempner.

 

Dieser Allroundmensch, der sich Hunde-Trainer nennt, hat im besten Fall die Fähigkeit sensibel und aufmerksam zuzuhören. Zuhören ist leider bei vielen Menschen eine etwas verkümmerte Eigenschaft. Während der Eine redet und erzählt, sammelt der Zuhörende schon antworten und schießt los, sobald sich die Gelegenheit dazu findet. Anstatt die richtigen Fragen zu stellen.

 

Die richtigen Fragen lassen erkennen, ob der Zuhörende wirklich zugehört hat. Das beinhaltet auch die Fähigkeit zwischen den Zeilen zuzuhören, zwischen den einzelnen gesprochenen Worten, die wahre Botschaft zu erkennen.

Ein guter Trainer hat die Fähigkeit, nichts persönlich zu nehmen und hat die Fähigkeit offen zu bleiben und nicht aus dem Gehörten sein Weltbild überzustülpen.

 

Dies sind Fähigkeiten, die trainiert werden müssen um sie zu beherrschen, so wie das eigentlich Hundetraining geübt werden muss. Dies gelingt ja auch immer besser, je mehr Erfahrung ein Hundetrainer hat.

 

Es ist eine lohnenswerte Erfahrung. Deine Persönlichkeit entwickelt sich grandios über diese Ausbildung und du wirst an den Reaktionen deiner Kunden spüren was ich meine.

 

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                                                                                           23.01.2019

Schwarmintelligenz in Hundeschulen?

 

Das, so dachte ich wäre selbstverständlich in Hundeschulen. Dort wo sich alle treffen und mehr oder weniger die gleichen oder ähnliche Sorgen, Probleme und Aufgaben zu bewältigen haben. Orte an denen durch die Zusammenarbeit der Hundehalter, unabhängig von der Intelligenz der einzelnen Mitglieder, kluge Entscheidungen, im Sinne des Hundes getroffen werden. 

Meine Erfahrung ist leider eine andere.

 

Stattdessen herrscht eine Konkurrenz unter den einzelnen Hundehaltern. Der eine hat den schönsten, größten, klügsten Hund, ein anderer hat einen Hund mit wertvollem Stammbaum, wieder ein anderer hat seinen Hund bereits ausbilden lassen und ist ein Spezialist. Usw. Damit heben sich die einzelnen Teilnehmer aus der Menge ab.

 

In einem Verein geht´s aber nicht nur um Individualismus.

 

Auf dem Platz wird geschaut, wer hat oder ist was. Dann sucht man sich Gleichgesinnte, um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten, man sucht Gleichgesinnte, die einem zustimmen, dass der andere …

 

Und so entstehen zum einen „Clübchen“ die es fast unmöglich machen gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Die Fähigkeiten eines Hundevereines können nicht zu einem sinnvollen Verhalten und somit zu einem erfolgreichen Hundetraining zur Lösung von Problemen und Bewältigung von Anforderungen ausgebaut werden.

 

Ein gezielter Einsatz der Fähigkeiten aller Hundehalter scheitert am Konkurrenzdenken.  Die Macht eines Vereins wird nicht zur Lösung von Problemen und Bewältigung von Anforderungen eingesetzt.

 

Hier haben nun die meist ehrenamtlichen Trainer eines Vereins, die leidvolle Aufgabe die einzelnen Teilnehmer einer Gruppe einigermaßen ruhig zu halten und zur Zusammenarbeit zu motivieren und den anderen Teilnehmern etwas Mitgefühl für alle anderen zukommen zu lassen.

 

Was ich hiermit sagen will: Hundevereine leisten deswegen Großes, weil die dort arbeitenden Trainer ehrenamtlich und voller Liebe zum Beruf und hoffentlich auch zum Hund ihre eigene Zeit verbringen.

 

Sie leisten eine große soziale Arbeit, die vielen Menschen zugutekommt.

 

Vielleicht wäre es gut, dies einmal „WERT“ zu schätzen und damit den eigenen Willen aufzubringen „MIT“ zu arbeiten statt gegeneinander.

                                                                                           22.01.2019

Ohnmächtig?

 

Etwas nicht zu können, nicht zu wissen, vermittelt dir ein gewisses Ohnmachtsgefühl.

Dieses Gefühl willst du nicht mehr haben und suchst eine Lösung deines Problems.

 

Probleme sind keine Probleme, Probleme sind Aufgaben, die eine Lösung suchen.

 

Woher nehmen?

 

Das Internet ist voller Vorschläge, Ratschläge und sonstigen Schlägen.

 

Vor lauter Vielfalt weißt du nicht mehr, ja, was ist denn jetzt richtig? Und vor allem, genau in deinem speziellen Fall? Dann ist weniger oft mehr.

 

Auf deinen Hund bezogen:

Wer ist nun der richtige Trainer?

Wer kann dir helfen?  

Wer hat „das richtige Wissen“?

 

Es gibt tolle, erfahrene und kompetente Trainer. Und der Beste ist der, der dir hilft deine eigene Lösung zu finden, der dir hilft, deine Aufgabe selbst zu meistern.        

 

Mit Wissen und Beispielen, mit Geduld und Einfühlungsvermögen.

Mit dem Gespür, was es braucht, um dich auf den Weg der Lösung zu bringen.

 

Werde Hundetrainer deines eigenen Hundes mithilfe eines Hundetrainers.

„Der Beste Hundetrainer macht sich überflüssig“!

Verkauft dir nicht ein Jahresabo, bindet dich nicht durch lange Verträge an sich. Überzeugt und bindet dich durch Qualität.

Du kommst wieder, wenn du zufrieden bist. Du würdest ihn immer wieder um Hilfe bitten, weil er dir das Gefühl von Macht gegeben hat. Nicht in der Form deinen Hund zu dominieren, sondern in der Form von „Selbstwirksamkeit“. Er hat dir gezeigt, dass es nichts gibt, was du nicht auch kannst. ?

 

Er war für dich der Anstupser, ein „auf-den-Weg-Bringer“.

Und so einen Hundetrainer würdest du aus voller Überzeugung weiterempfehlen, den würdest du immer wieder aufsuchen, wenn es neue Lösungen zu finden gilt.

 

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20.01.2019

 

Meinungsbildung

 

Die meisten raten dir dazu eine 2 Meinung einzuholen, wenn dir ein Arzt eine Diagnose gestellt hat, die eher nicht sooo prickelnd ist. Wenn diese Diagnose evtl. zu einer schwerwiegenden Entscheidung führen könnte oder eine Entscheidung verlangt.

 

Bei einer normalen Erkältung bekommst du etwas für deinen Hals oder gegen deinen Husten oder Schnupfen. Das sind relative „Kleinigkeiten“. Da kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Selbst wenn du die falschen Medikamente bekommst, die zwar nicht helfen aber unschädlich sind, geht die Erkältung nach einer Woche oder sieben Tagen trotzdem weg.

 

Bezogen auf deinen Hund, der die Kommandos Sitz, Platz und Fuß lernen soll, ist es ähnlich wie bei einem Schnupfen. Selbst wenn du an einem Trainer geraten solltest, der so noch nicht die rechte Übung hat, kann nicht wirklich etwas Schlimmes passieren. Früher oder später wird auch dein Hund die gewünschten Kommandos verstehen und umsetzen lernen.

 

Warum schreibe ich das?

 

Weil ich grundsätzlich für eine 2. oder 3. Meinung bin, gerade dann, wenn es um schwierige Situationen, Angelegenheiten oder Verhaltensweisen geht.

Nicht nur aber insbesondere auch im Hundetraining, wenn es um deinen Hund.

 

Aus eigener Erfahrung kann ich z. B. berichten:

Ich habe ein Problem. Einige rufen nun: „ich kann dir helfen“.

Eigentlich schön, wenn das Wörtchen „eigentlich“ nicht dabei wäre.

Oft haben diese Hilfen zu noch größeren Problemen geführt. Etwas war nicht repariert, sondern ganz hinüber. Der Helfer dann irgendwelche Gründe nennend sich aus dem Staub gemacht. War ja jetzt nun nicht sein Problem. Diese Erfahrung habe ich des Öfteren gemacht.

Deswegen informiere ich mich erst mal genau und finde dann heraus wer der wirkliche Fachmann für mich ist. Oft kann ich dann mein Problem selbst lösen, weil ich mich schlau gemacht habe.

 

Die Lösung ist für mich inzwischen: Ich nehme mein Problem, gehe zum ersten Helfer, höre mir seine Meinung an, bilde mir ein Urteil. Nicht gut und nicht schlecht. Es geht nicht darum diese Meinung zu bewerten.

Dann gehe ich zum nächsten, höre mir dessen Meinung und Erfahrungen an. Auch hier wird nicht bewertet. Es geht nicht darum einen Helfer besser da stehen zu lassen als den anderen.

 

Sondern darum, für mich zu erkennen, dass unterschiedliche Ratschläge oder Vorschläge auch unterschiedliche Vorgehensweisen und Lösung möglich machen und deswegen ist keine der bisherigen Lösung eine Falsche.

 

Ich weiß, manchmal drück ich mich nicht sonderlich klar aus, weil mir diese Worte so in den Kopf kommen. Vielleicht so:

 

Habe ich unterschiedliche Sichtweisen erfahren, von unterschiedlichen Menschen, kann ich aus all diesen Erkenntnissen, meine für mich richtige Lösung formen.

 

Neue Informationen kann ich mit meinem bisher vorhandenem Wissen abgleichen und neues Wissen entsteht.

 

Mein Gehirn braut sich aus all den Wissen neue Erkenntnisse zusammen, weil da so ein gewisser Aaaah-Effekt entsteht. Und damit bin ich in der Lage eine Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

 

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19.01.2019

Hypnose im Hundetraining?

Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall Recht behalten. (Henry Ford)

Dein Glaube, ob du oder dein Hund etwas kann oder lernen kann ist entscheidend für deinen Erfolg. Aber auch der Glaube eines Hundetrainers trägt entscheidend dazu bei.

Wenn du z. B. an einem Trainer gelangst, der vorschnell ein Urteil über dich oder deinen Hund fällt, hat das eine hypnotische Wirkung. Du wirst evtl. dieses Urteil für wahr halten. Denn du bist bei diesem Trainer, weil du ihn für kompetent hältst.

Unsere Vergangenheit ist geprägt durch das widerspruchslose Akzeptieren von Obrigkeiten. Erwachsene haben immer Recht, Lehrer wissen was richtig ist, Behörden gibt man besser keinen Widerspruch, da sie am längeren Hebel sitzen u. s. w. Dadurch ist dieser Obrigkeitsgehorsam entstanden, dem wir meist heute noch unterliegen. 
Wir haben es nicht gelernt, wir trauen uns oft nicht etwas in Frage zu stellen. Wir wollen auch niemanden verletzten, der andere könnte ja betroffen sein. Auch falsche Rücksichtnahme verhindert oft eine klare Kommunikation.

Ein Trainer hat eine ungeheure Macht beim Hundehalter.

Allein durch das mimische unterstreichen einer Aussage oder durch Blicke. Der entsetzte Ausdruck, die bedenkliche Miene, das Kopfschütteln. Manchmal ahnt man gar nicht welche Wirkung, ein Wort, ein Blick, ein Schweigen haben können.

Ich will hier aufzeigen, welche Macht und welche Verantwortung ein Trainer hat. Und dass dieser immer sehr darauf bedacht sein sollte, welches Urteil er abgibt.

Dieses Urteil führt zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung.

Auch wenn andere Menschen dir einen Rat geben welcher Hundetrainer gut oder schlecht ist. Nimm es nicht an. Mach dir dein eigenes Urteil. Ob ein Hundetrainer gut ist, darüber entscheiden sehr viele Faktoren. Und kein anderer als du, kann darüber für dich entscheiden. Die Meinung Anderer hat auch hier eine hypnotische Wirkung. Eine negative Einstellung, zu was auch immer, lässt jedes Vorhaben mit größter Wahrscheinlichkeit scheitern.

Es gibt viele Tests und Versuchsreihen, zum Thema selbst erfüllende Prophezeiungen, die diese Theorien bestätigen. Dies kannst du im Internet recherchieren.

Dein Glaube daran, dass euer Training zum gewünschten Erfolg führt ist Voraussetzung deiner erfolgreichen Arbeit.

In jedem stecken Fähigkeiten, die wir nicht entwickeln, weil wir nicht daran glauben, sie zu haben. Sage niemals: „das kann ich nicht“.

Du wirst Recht haben.

Stattdessen darfst du sagen: „das kann ich noch nicht.“

Jeden Tag hypnotisierst du dich selbst. Im schlechtesten Fall in negativer Hinsicht. Alle Gedanken, die du dafür im Kopf hast, bewirken etwas in dir. Diese Kraft deiner Gedanken kannst du also auch in positiver Weise einsetzen. 
Du musst es nur wissen.

Hypnotische Sprache ist so weit verbreitet und subtil, sie umgibt uns im Auto wenn du das Radio anmachst, wenn du Abends vor dem Fernseher entspannen willst, Werbebanner auf dem Weg zur Arbeit, die Kollegen mit ihren Meinungen und Ansichten u v. m.

Man nennt es auch Priming: (Ideen und Beurteilungen werden maßgeblich durch unterschwellige Reize beeinflusst.

Priming ist also eine unbewusste Manipulation.

Insgesamt bekommen die meisten Menschen zu viele negative Botschaften im Kopf ohne dass sie das registrieren.

Von Paul Watzlawick stammt der Spruch: „Du kannst nicht nicht kommunizieren“. 
Wenn du diese Weisheit auf den Satz: „Du kannst Informationen nicht nicht verarbeiten“ überträgst, verstehst du was ich meine.

Also fokussiere dich als erstes darauf, was du nicht mehr im Kopf haben willst.

Schaue hin, höre zu, beobachte.

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                                                                           18.01.2019
Ich halte nun eine Laudatio für Hundetrainer.

Gestern bin ich kurz auf folgende Situation eingegangen:

Hast du ein Problem?
Und du hast schon einige Hundetrainer nach Hilfe gefragt? 
Du warst auch gewillt, alles umzusetzen und es hat trotzdem nicht funktioniert?

Es kann manchmal nicht funktionieren. Es ist keine böse Absicht. Die Menschen um dich herum wissen es nicht besser. Das hat nichts mit Nichtwissen im fachlichen Sinne zu tun sondern, dass die meisten Menschen in ihrer eigenen Welt leben.

Jeder Mensch, der dir hilft, der dir helfen soll, kann nur in seinem Sinne helfen. Er kann nur mit den Mitteln (Wissen, Erfahrungen, Vorstellungen und Glaubenssätzen) helfen, die ihm zur Verfügung stehen. Deswegen fühlen sich manchmal deren Ratschläge wie Schläge an. Deswegen fühlst du dich manchmal unverstanden.

Das macht den Unterschied zwischen „normalen Menschen und Fachleuten“ aus. Kennern, die darin geschult sind oder sich ihr Wissen angeeignet haben, haben die Fähigkeit auch im Sinne des Kunden zu handeln, zu Fragen und Informationen zu geben.

Hundetrainer sind sehr wichtig für dein Wissenserwerb. Sie wissen mehr als in allen Büchern steht. Sie haben „ERFAHRUNG“ und diese ist Gold wert. Nur die Erfahrung macht aus einem Hundetrainer einen wirklich kompetenten Hundetrainer. 
Und das schließt die Erfahrung im Umgang mit Menschen ein.

Diese erfahrenen Trainer wissen, dass das Problem meist am oberen Ende der Leine zu finden ist.

Das hat nichts damit zu tun, dass der jeweilige Hundehalter unwissend ist, sondern weil es eine Kunst ist, in die Welt des Hundehalters anzukommen, um ihn zu verstehen.

Hundetraining ist kein Baukasten. 
Hundetraining ist nie die eine schnelle Lösung, die ich aus dem Schublädchen ziehe. Sondern eine individuelle, vielfältige, komplexe Aufgabe.

Ein guter Hundetrainer kennt sich nicht nur in Sachen Hund aus, das ist auch ganz hilfreich, aber in erster Linie muss oder sollte er den Umgang mit den Menschen beherrschen.

Stimmt die Chemie, fühlt sich der Kunde wahrgenommen, ernstgenommen und gewertschätzt, dann kommt er auch wieder. Und vielleicht, wenn es ganz gut läuft, bekommt der Trainer auch mal gesagt, dass er als guter Hundetrainer wahrgenommen wird.

Aufgabe des Trainers ist es, in Vorleistung zu gehen.

Dann ist vielleicht auch der Kunde bereit, sich zu bemühen, sich zu hinterfragen. Zu fragen, habe ich das so verstanden, wie der Trainer es gemeint hat?

Dann ist fürs Training mit dem Hund die ideale Voraussetzung geschaffen, weil beide, also Hundetrainer und Hundehalter „an einem Strang“ ziehen, weil sie sich gegenseitig respektieren und versuchen zu verstehen, bevor der Hund ausbaden muss, wozu wir Menschen nicht in der Lage sind, weil wir nicht gelernt haben uns miteinander zu verständigen.

Es ist eine große und anspruchsvolle Aufgabe. Das ist in der Tat oft die eigentliche Aufgabe beider Beteiligten. Wenn dies gelingt, dann ist das Training mit dem Hund einfacher und Ziele schneller erreichbar.
Aufgabe des Trainers als Dienstleister, ist es, in Vorleistung zu gehen. Das Vertrauen des Kunden zu gewinnen und als kompetent wahr genommen zu werden.

Worte sind Worte.

Sätze sind Sätze.

Deren Inhalt bestimmt der, die sie hört, aufnimmt und wahrnimmt. Der Zuhörer entscheidet über den Sinn und Wahrheitsgehalt dieser Worte.
Dieser gleicht er mit seinem Wissen, bisherigen Erfahrungen und seinen Glaubenssätzen ab.

Wenn nun der Trainer, vom Kunden gesagt bekommt, dass er die Worte inhaltlich nicht versteht, dann sollte der Trainer versuchen, es anders zu formulieren. Und dann vielleicht auch noch sagen, entschuldige, ich habe mich falsch ausgedrückt.

Das zeigt Respekt!

Hierin besteht die Kunst für den Trainer, die richtigen Worte zu finden, damit er vom Hundehalter nicht missverstanden wird.

Dafür bedarf es Einfühlungsvermögen, Sensibilität, Erfahrung und Selbstlosigkeit.

Ihr seht, liebe Hundehalter, ein Hundetrainer, der allen Aufgaben gerecht wird und dafür sorgt, dass ein Training gelingt, ist schon mehr als ein Hundetrainer. Er ist ein Hunde- und Menschenversteher.

In diesem Sinne, wünsche ich euch viel Freude und Begeisterung und damit viel Erfolg beim Hundetraining.

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17.01.2019

Drogensüchtig?

 

Es dämmert, der Abend naht. Ich versuche mich noch etwas wach zu halten, indem ich noch fernsehe. Der Fernseher steht direkt neben meinem Bett. Dort brauche ich ihn am meisten. Nicht um mich zu beschäftigen, sondern um schlafen zu können.

 

Karussell fahren ist ja lustig, aber Gedankenkarussell eher nicht.

Mein Verstand fährt Achterbahn, wenn ich zur Ruhe komme.

 

Nach einer kurzen Einschlafphase wache ich schweiß gebadet auf. Habe Albträume und dadurch Angst. Ich halte es im Moment des Aufwachens für Realität.

 

Nur der Fernseher, der immer irgendwelche Töne und Geräusche von sich gibt, schützt mich vor zu vielen negativen Gedanken und vor den Albträumen. Warum auch immer, vielleicht sind es die unterschiedlichen Schlafphasen, in denen ich unbewusst die Gespräche im Fernseher mitbekomme   und dadurch dreht mein Verstand nicht ganz so doll durch.

Es war so schlimm, dass ich Angst hatte einzuschlafen.

 

Heute weiß ich, woher das kommt. Heute passiert mir das wahrscheinlich nicht mehr.

 

Ich hatte mich von außen so beeinflussen lassen, ich merkte es nicht, weil es so normal war.

 

Meine Drogen waren Medien, Konsum, Partys, Beziehungen, mein Umfeld, die Regeln, „das Gläschen Wein“, die Ernährung und vieles mehr.

 

Und keiner konnte mir helfen, weil ja alles sooo normal war.

Alles was ich im Leben tat, taten alle.

 

Und so war es nie wirklich ein Problem, zumindest für die Außenstehenden.

 

Ich war total angepasst und unglücklich. Ich fand mich auch noch als Außenstehend, als nicht dazugehörig, weil keiner mein Problem verstand, weil ich mir das wohl alles nur einbildete.

 

Für mich war es aber ein Problem.

 

Es dauerte Jahre bis ich endlich die Kraft fand, selbst an mir zu arbeiten und heraus zu finden, warum es mir so ging, wie es mir ging.

 

Es dauerte Jahre bis ich mir selbst helfen konnte.

 

Und in der Tat, der Spruch: „Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner“ trifft sowas von zu.

 

Und das alles ohne böse Absicht. Die Menschen um mich herum wussten es ja auch nicht besser.

 

Jeder Mensch, der dir hilft, der dir helfen soll, kann nur in seinem Sinne helfen. Es kann nur mit den Mitteln (Wissen, Erfahrungen, Vorstellungen) helfen, die ihm zur Verfügung stehen.

 

Was habe ich daraus gelernt?

 

„Es gibt nichts, was du nicht auch selbst kannst“ Früher oder später kannst du fast alles schaffen.

 

Das ist kein blöder „Chacka – Spruch“, das ist ehrliche Wahrheit.

 

Du brauchst drei Schritte zur Lösung:

 

  1. es muss dir nur schlecht genug gehen,
  2. musst du lange genug erfolglos andere Menschen gefragt haben und dann
  3. findest du die Kraft, den Mut und die Motivation endlich Verantwortung für dich selbst zu übernehmen.

Du wartest nicht mehr darauf, dass jemand kommt und dich rettet. Du bewegst nun endlich deinen eigenen Arsch. Mit dieser Wut im Bauch hast du plötzlich Energie genug, etwas für dich selbst zu tun.

 

Und um nun wieder auf unsere Hunde zu kommen.

 

Dies alles kannst du auch auf die Arbeit mit deinem Hund übertragen!

Hast du ein Problem?

 

Und du hast schon einige Hundetrainer nach Hilfe gefragt?

Du warst auch gewillt, alles umzusetzen und es hat trotzdem nicht funktioniert?

 

Hundetrainer sind sehr wichtig für dein Wissenserwerb. Sie wissen mehr als in allen Büchern steht. Sie haben „ERFAHRUNG“ und diese ist Gold wert. Nur die Erfahrung macht aus einem Hundetrainer einen wirklich kompetenten Hundetrainer.

 

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16.01.2019

„Aller guten Dinge sind drei“!

 

Ich bin in der 3. Woche des Jahres unterwegs.


Hab ich Vorsätze für 2019 und was ist inzwischen daraus geworden?


Ja, habe ich.

 

Zum Teil bin ich immer noch erfolgreich unterwegs und ein anderer Teil bröckelt.

 

Warum?

 

Weil das Leben eben nicht wie eine Gerade läuft, sondern eher eine „Berg und Talfahrt“ ist. Und die ersten Täler kommen meist früher als gedacht. Das Leben holt dich also ein und überrascht dich.

 

Lass ich mich davon beeindrucken?

 

Inzwischen nicht mehr (so sehr). Denn ich weiß, es kommen weitere Tage, an denen ich wieder dort anknüpfen werde wo ich zuletzt aufgehört habe. Es ist für manches halt nur ne kurze Pause. Zum Atem holen, zum Anlauf nehmen. ?

 

Die (mentale) Einstellung macht´s!

 

Waren meine Vorsätze von „immer mehr, schneller, erfolgreicher, beliebter und vielem „MEHR“ „geprägt?


Nein, meine Vorsätze sind „weniger ist mehr“.


Lernen, zu sehen, was bereits da ist.

Wahrnehmen, was alles schon gut läuft, welche tollen Menschen ich um mich herum habe.


Ich lebe sicher, habe eine tolle Wohnung, genug zu essen, ein Auto, meine Hunde u. v. m.

 

Und hier bin ich wieder beim Hund.

Tut es uns und unseren Hunden gut, „immer höher, schneller, weiter“? Tut es uns gut?

 

Solange du tust was Spaß macht, dir und deinem Hund, ist alles gut.

 

Aber lass dich nicht von äußeren, scheinbaren Belohnungen, in welcher Form auch immer, dazu hinreißen etwas zu tun, was nicht zu dir passt.

 

Schau lieber mal auf das, was und wer dich umgibt. Versuche mal nur auf das Gute, Liebevolle zu schauen.

 

Leg den Fokus mal nicht auf das Negatives und was nicht geht.

 

Unsere Hunde haben die Gabe auch mal „Pippi Langstrumpf“ zu spielen, zu sein.

 

Sie machen sich ihre Welt, wie sie ihnen gefällt.


Trauen wir uns das auch mal zu. Die Welt wäre um ein Vielfaches bunter.

 

Und ja, es ist KEINE Spinnerei, das ist in der Tat möglich.

 

Du musst nur wissen wie und du musst dann ein wenig üben. Jeden Tag ein kleines bisschen.

 

Und dieses „jeden Tag“ ist entscheidend.

 

Infos unter: https://www.hundetrainer-wegberg.de/veranstaltungen/

15.01.2019

Führung, Mentor, Lehrer, Erzieher, Berater deines Hundes sein!!!

Aus alter Zeit (hoffentlich), kenne ich die Arbeit am Hund mit Druck und oft auch mit Angst. Zuerst regt ein niedriges Angstniveau zwar das Gehirn an und die Hunde bewegen sich, jedoch tritt nach kurzer Zeit bei den Tieren ein Gewöhnungseffekt ein. Das Schüren von Ängsten erzeugt im Laufe der Zeit immer weniger Wirkung. Am Ende werden die Hunde immer resistenter und reagieren immer weniger, wenn überhaupt. Schlimmstenfalls nötigen wir sie zu erlernter Hilflosigkeit oder sogar Unfähigkeit überhaupt noch zu reagieren.

Aus meiner Arbeit im Hundetraining mit Hund und Halter stelle ich schon mal fest, dass manche Hundebesitzer die Sprache ihrer Hunde nur sehr schlecht bis gar nicht sprechen und verstehen. Wenn ihre Hunde nicht das tun, was der Chef von ihnen möchte, wird verbale und/oder nonverbale Gewalt auf die Tiere ausgeübt. Die Reaktion der Hunde auf solch ein Verhalten ist aber meist meilenweit von echter Gefolgschaft (Anhänger, Fan, Gefährte, Freund, Begleiter) entfernt.

Du kannst geistige (Dein Hund versteht, was du willst), emotionale, (Dein Hund ist bereit zu tun, was du wünscht) und körperliche Gefolgschaft (Dein Hund tut auch, was du möchtest, erreichen. Sind all diese bei deinem Hund vorhanden, so gibt er dir 100 Prozent Einsatz. Freiwilligkeit ist dabei allerdings Voraussetzung. Damit du das aber schaffst, bedarf es der Fähigkeit und Bereitschaft von deiner Seite, Wirkung auf deinen Hund zu erzielen, zur Kommunikation auf Hundeebene bereit sein, dem anderen zuzuhören und zu Vertrauen. Jeder Hundebesitzer sollte die freiwillige Gefolgschaft seines Hundes als GESCHENK ansehen.

Lösung:   Deine Gedanken sind die entscheidende Umsetzungskraft dabei. Sie erzeugen Wirkungen, die Gedanken sind der Hebel, an dem jeder Hundehalter ansetzen kann, um den Hund in Richtung Erfolg zu bewegen. Du bist die Schraube, an der du drehen kannst.  Deine innere Einstellung und dein Verhalten zu deinem Hund könnten sich ändern. Dadurch könnte Leichtigkeit und Harmonie beim Training entstehen und die Arbeit mit deinem Hund macht wieder Freude. Bei dem neuen Verständnis von Führung geht es also in erster Linie darum, dich selbst als Führungskraft weiterzuentwickeln. Dein Training ist dann charismatisch, wenn du authentisch bist und Herz, Körper und Kopf zusammenwirken.

Führen heißt vorleben, z. B. bleibst du ruhig, kann auch dein Hund ruhig bleiben. Also - Haltung führt zu Haltung. An dir, in dir und an deinem Umfeld. Unterschätze das NIE!

Ein großer Vorteil ist es, wenn du schon deine eigenen Gedanken beherrscht. Denn oft reagieren Hunde schon auf Gedanken und Gefühle. Durch dein Denken entstehen erst deine Gefühle. Deine Gefühle leiten dein Tun. Haben sich Denken, Fühlen und Tun mehrfach wiederholt, so entsteht Gewohnheit daraus. Und deine Gewohnheiten werden dein Charakter, prägen deine Persönlichkeit und dein Charakter wird dein Schicksal, deine Zukunft.

Führung heißt Beziehung und setzt ein hohes Maß an Aufmerksamkeit voraus.

Um die Fähigkeit der dauernden Aufmerksamkeit zu erhalten, musst du üben. Zudem sollte die grundsätzliche Zuwendung zum Hund nicht an Leistungsbedingungen geknüpft sein.

Hunde sollten Vertrauen und Respekt genießen, Hundehalter sollten authentisch, kompetent und berechenbar sein.

Tritt man mit einem anderen Lebewesen in Kontakt, so ist die Entscheidung für Vertrauen hilfreich. Der Sprung ins Vertrauen ist eine ermutigende Vorlage für deinen Hund.

Die Entscheidung des Hundes muss jedoch immer freiwillig erfolgen. Du darfst überzeugen und motivieren – das ist die Bezahlung. Ob dein Hund diese Währung akzeptiert, liegt dann in seinem Ermessen. Wenn nicht, darfst du weiter kreativ werden. ?

Für eine leichte Zusammenarbeit ist das gegenseitige Vertrauen zwischen Hundehalter und Hund wichtig. Deine Entscheidung für Vertrauen heißt aber nicht, dass sofort eine uneingeschränkte Vertrauensbasis gegeben ist. Aber sie ist der Beginn des Vertrauens.  Sich schnell für Vertrauen zu entscheiden ist ungewohnt und bedarf einem gewissen Maß an innerer Gelassenheit, Stärke und Zuversicht. Vertrauen heißt nicht, alles laufen zu lassen, es ist dennoch notwendig, Defizite zu erkennen und daran zu arbeiten.

Um das Training mit deinem Hund als Abenteuer zu sehen und um leicht und mühelos Erfolg zu haben, musst du zuerst deiner Gedanken und deiner inneren Einstellung bewusst sein. Geist bewegt Materie und nicht umgekehrt. Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass Spaß und Begeisterung Menschen und Hunde mehr zur Leistung motiviert als alles andere. Hunde wie Menschen sind von Natur aus faul und tun nie mehr, als unbedingt nötig. Es muss immer einen guten Grund geben, warum du und auch dein Hund etwas freiwillig tun und Energien für etwas freisetzt.

Und wenn dich das alles überzeugt, dann komme auch zu meinem Workshop:

Glaubwürdigkeit & Führungsqualität

 

Bei allen Inhalten geht es nicht nur um die Vermittlung von theoretischem Wissen, sondern auch um eine qualitativ hochwertige, persönliche Entwicklung, die mit Spaß und Freude am Lernen stattfindet.

 

Themenschwerpunkte:

  • Führungskompetenz - intuitives und unbewusstes Führungsverhalten
  • Erleben von "natürlicher Autorität"
  • Stärkung von Glaubwürdigkeit & Führungsqualität
  • Ziele erreichen ohne Stress und Verkrampfung
  • Umgang mit Druck, Stress und Nervosität/Lampenfieber/Black Outs
  • Entwicklung von mehr Gelassenheit
  • Stärkung des Selbstbewusstseins und Ruhe
  • Bewusst-Sein schaffen bezüglich der inneren Haltung
  • Macht der inneren Bilder
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Umgang mit inneren Blockaden - wie gehe ich mit Selbstzweifel um?
  • Verständigung und Kommunikation zwischen Hund und Hundehalter optimieren

 

Für preis -„Wert“-e   29,- Euro

Datum: Sonntag den 10. Februar 2019,  13.00 Uhr           

 

Referentin: Monika Taugs

 

Ort: Sternenzeit (Hotel, Tagungen, Restaurant), Friedrich-List-Allee 9, 41844 Wegberg-Wildenrath

 

Anmeldung unter: 0172 / 2007075 oder  monika.taugs@web.de   oder Dogcompany24@web.de

14.01.2019

Klar muss sich was ändern, aber wer fängt damit an: ich oder die Anderen?

 

Am Parkplatz angekommen, nach unserem Spaziergang schließe ich mein Auto auf.

Bevor ich den Kofferraum öffne, rennt schon ein großer Dalmatiner auf uns zu.

 

Natürlich - will er nur spielen ? Er ist noch jung und sehr temperamentvoll.

 

Sein Frauchen, etwa 20 Meter hinter ihn herkommend, war ganz entspannt und folgte unaufgeregt ihrem Hund.

 

Es geht alles ganz schnell.

 

Meine kleine Hündin läuft schreiend weg, hat Panik.

 

Zwei Menschen, zwei Hunde, zwei Absichten, zwei Meinungen über diese Situation.

 

Kopfkino pur, hier kann jeder „seine Geschichte“ erzählen. Auf wessen Seite auch immer er steht.

 

Ich will und brauche deswegen die Geschichte gar nicht zu Ende erzählen, die Vielzahl der Geschichten, die nun in euren Köpfen entstehen, würden ganze Bücher füllen, voller Geschehnisse, Vorfälle, Ereignisse und Tragödien.

 

Nun frage ich mich, wie kann ich für mich das beste aus der Situation machen?

Es geht hier nicht um eine Lösung in diesem Fall sondern um ein Umdenken!

 

Ich kann das Verhalten der anderen nicht beeinflussen, zumindest nicht in solchen unvorhersehbaren Situationen. Welche Möglichkeiten habe ich nun, allen gerecht zu werden, ohne selbst zum Monster zu werden aus Wut. Wut auf die andere Person, die rücksichtslos aber dennoch ohne böse Absicht ihren Hund frei laufen ließ?

 

Sie weiß es nicht besser, sie konnte diese Situation vielleicht nicht einschätzen. Vielleicht weil ihr die Erfahrung fehlt, weil bisher noch nie etwas Negatives geschehen ist, oder ist ihr Hund vielleicht abgehauen, ihr „durch die Lappen gegangen“? Immer vom schlechten der anderen Person auszugehen, ist nicht fair. Wir wissen nicht, was der wahre Grund ihres Handelns ist.

 

Diese andere Person hat ein berechtigtes Interesse, nämlich, dass ihr Hund „Hund“ sein darf, dass ihr Hund sich austoben soll, dass ihr Hund glücklich ist.

 

Eigentlich wollen wir das doch auch, für unsere Hunde, oder?

 

Nun stellt sich die Frage, inwieweit darf sich mein Hund austoben und glücklich sein, ohne andere damit zu beeinträchtigen, zu belästigen oder sogar zu verängstigen oder zu verletzen?

 

Wir alle sind immer in beide Situationen. Wir alle sind Täter und Opfer.

 

Und wir alle wissen, wie schnell eine Situation mal „aus dem Ruder läuft“. Davon kann sich keiner freisprechen, wenn wir ehrlich mit uns selbst sind.  

 

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten anderer Leute Hunde abzuwehren, ohne sie persönlich zu berühren oder sogar zu verletzen. Dazu habe ich das Buch „Selbstverteidigung für Hunde“ geschrieben. Darum soll es hier in der Geschichte nicht gehen, das ist nicht der eigentliche Grund, weshalb ich hier heute meine Gedanken aufschreibe.

Mein Grund für das heutige Thema ist, mal darüber nachzudenken, warum solche Geschichten, solche Vorfälle entstehen?!

 

Wenn Jeder darüber nachdenken würde, oder wenn Jeder verständnisvoller wäre, gäbe es die unvorhersehbaren Ereignisse nicht mehr, weil jeder einzelne Hundehalter über seinen eigenen Tellerrand hinwegblicken würde.

 

Weil auch du dann den anderen verstehst und Verständnis aufbringen kannst. Weil auch du dich in den anderen Hundehalter einfühlen oder eindenken kannst.

 

Und damit würde auch das Verhalten eines jeden Hundehalters anders, besser und rücksichtsvoller werden. Weil wir uns endlich die Zeit und die Kraft nehmen, mal über den anderen in positiver Absicht nachzudenken und darüber hinaus auch zu handeln.

 

Ja, jetzt kommen wieder die Bedenkenträger, jetzt kommen die Einwände „wenn der andere es aber nicht tut“ ?!

 

Und damit würden wir wieder von vorne anfangen, und damit steigen wir wieder ins Hamsterrad der Tragödien ein und lassen laufen, anstatt mal auszusteigen und sich die Sache von außen zu betrachten, damit du einen anderen Blickwinkel bekommst und du einer der ersten sein kannst, die etwas bewegen – nämlich ein anderes Hamsterrad, eins der positiven Bewegung. ?

 

Und wenn du als erstes einsteigst und dieses neue Hamsterrad in Bewegung setzt, kommt so nach und nach der ein oder andere zu dir, weil auch die anderen erkennen, dieses Rad läuft doch viel komfortabler!

 

Es braucht von deiner Seite, Zeit, Disziplin und Durchhaltevermögen und viel guten Willen.

Aber alles auf dieser Welt beginnt nun mal mit einem ersten Schritt, beginnt mit einem ersten Menschen, der sich zutraut diesen Schritt zu gehen.

13.01.2019

 

Deinen Hund wahrnehmen als das wer er ist

 

Der Wecker klingelt, so ein Mist, ich muss wieder aufstehen.

Und das Tagesprogramm, deine to do Liste ist nicht sonderlich erhellend für diesen Tag.

 

In diesem Moment springt dein Hund aufs Bett und begrüßt dich als hätte er dich seit Tagen nicht gesehen.

Für einen kurzen Moment vergisst du alle Gedanken, die dir den Tag fast schon versaut hätten und du genießt die Streicheleinheiten, die du deinem Hund gibst und du genießt die Aufmerksamkeit, die dir dein Hund schenkt.

 

Er ist es, der dich erst so richtig wach macht.

 

Der Wecker hat deinen Körper geweckt, dein Hund aber hat deine Sinne geweckt.

Nun liegt ein Lächeln auf deinem Gesicht und der Tag sieht schon viel besser aus.

 

Weil du in diesem Moment nicht mehr über deine to do Liste nachdenkst, du weißt ja trotzdem, dass du dein Programm abspulen musst, aber in diesem Moment geht´s dir gut, weil du einfach nicht darüber nachdenkst, weil du durch deinen Hund im Hier und Jetzt lebst.

Selbst wenn es dir nur für kurze Zeit gelingt, diese Zeit des Tages wirst du immer in angenehmer Erinnerung behalten.

 

Wer kennt das? Wer hat das schon erlebt? Wer kann das bestätigen?

 

Ich schrieb gestern schon, unsere Tiere sind „Therapietiere“ und das so ganz ohne teure Ausbildung, ohne Zertifikat.

Weil sie es können, von Natur aus. Es liegt in ihrer Natur.

Den Titel und die dazugehörige Ausbildung ist nur „Menschenwerk“. Und diese Ausbildung verdreht und konditioniert unsere Hunde, so dass sie ihre Natürlichkeit ein wenig verlieren.

Und das tun wir uns selbst an.

Warum?

 

Weil wir gelernt haben, dass Institute, Einrichtungen, Titelträger usw. wichtige Entscheidungsträger sind. Weil unsere Arbeit nur dann wertvoll ist wenn andere uns bestätigen, dass sie „wert“voll ist. Wir lassen uns von Außenstehenden auferlegen was gut und richtig ist.

 

Im geringen Umfang ist es sicher sinnvoll, dass will ich nicht anzweifeln. Aber ist es wirklich IMMER notwendig?

Zum Beispiel die Hundezucht. Ich habe den größten Respekt vor Züchtern. Sie leisten wertvolle Arbeit.

Aber die Zuchtwarte auf Ausstellungen. Wieso gestattet man ihnen, zu beurteilen was gut und gesund ist. Wenn ich mir so eine Ausstellung und deren Bewertungen ansehe, so als absoluter Laie, der keine Ahnung von dieser Materie hat, wenn ich mir diese Champions mal so anschaue, frage ich mich „was genau soll an jenem Hund schön sein? Warum nicht jener oder dieser?

Insbesondere wenn es um die sogenannten Qualzuchten geht. Was haben diese Beurteiler bisher so angerichtet? Zum Teil fast lebensuntüchtige Wesen. Es tut mir von Herzen leid, wenn so ein dauernd schnarchender oder fast kriechender Schäferhund zu mir ins Training kommt, dessen Training ich konsequent ablehne.

 

Ich bin etwas vom Thema abgekommen.

Ich kann mich auch nicht immer vom Bewerten freisprechen. Das habe ich hiermit ja deutlich gezeigt. Ja auch ich darf trotz meiner Lebenseinstellung eine eigene Meinung haben. Ich behalte sie nur schon viel öfter für mich und ich leide nicht mehr darunter.

 

Es ging doch um „deinen Hund erleben“. Um diese Momente, in denen unsere Hunde für uns Therapiehunde sind. Weil sie immer im Hier und Jetzt leben, weil sie immer präsent sind und nicht während sie uns begrüßen, gleichzeitig darüber nachdenken „gleich muss ich raus in den Regen um Pippi zu machen“.

 

Wenn du es mal schaffst mit deinem Hund spazieren zu gehen in der schönen Natur. Und wenn du es dann schaffst diese Natur so zu genießen wie sie ist. Die Luft, die Bäume oder Sträucher, die Wiesen, die Insekten, das Wasser, der Himmel und alles was dazu gehört, einfach nur wahrzunehmen, dann erlebst du einen Moment, an dem du dich gerne zurückerinnerst.

 

Weil – du dann nicht unterwegs bist und dir überlegst, diese Pflanzen könnte man etwas stutzen, diese Wiese sollte man unbedingt mähen, dieser Strauch sollte mal gedüngt werden, diesen Weg könnte man auch zubetonieren, um besser gehen zu können und trockenen Fußes überall anzukommen usw.

Erinnerst du dich? Hast du diesen schönen Moment auch schon mal erlebt, kannst du mir zustimmen?

 

Und wenn dir das gelingt, diese Aufmerksamkeit im Zusammensein mit deinem Hund aufrecht zu halten, dann wirst du deinen Hund ganz anders wahrnehmen, dann wirst du deinen Hund als die Persönlichkeit wahrnehmen, die er ist, und dann kannst du auch diese Persönlichkeit annehmen wie sie ist, ohne Verbesserungsvorschläge, ohne Erziehungsmaßnahmen ohne Dressur.

 

Dann entstehen diese Bilder, die uns berühren, wenn wir andere Menschen sehen, die Verbundenheit mit ihrem Tier nach außen erkennen lassen. ?

 

11.01.2019

Hunde, sind die wahren Lebenskünstler

 

Wir sind nur zu blind, zu beschäftigt, zu eingebunden, im Netz der Verpflichtungen, um das zu erkennen. Programm, Kinder, Eltern, Tiere, Aufgaben, Jobs, Hobbys, Dinge …

Jeder Einzelne rennt im Hamsterad des Lebens, dass uns die wohlmeinende Gesellschaft vorgibt, und arbeiten unser tägliches Pflichtprogramm, unser Pensum ab.

Und nur selten merken wir es.

 

Ich selbst kannte diese Situation sehr gut. Nach meinem Lauf im Hamsterrad fuhr ich damals in den Pferdestall, besuchte, pflegte und ritt mein Pferd. Während dieser Arbeit, dieser körperlichen Arbeit am Pferd beruhigte ich mich langsam.

Ich sattelte mein Pferd, ging in die Reithalle und stieg auf. Von da aus war das erste was ich tat einmal tief auszuatmen, alle Anspannung des Tages rauszupusten und mich vom Pferd einfach tragen und wiegen zu lassen. Diese Zeit ist mir heute noch so präsent. Weil ich sie als absolute Entspannung nach dem stressigen Tag empfunden hatte. Anschließend gings mir gut. Der Tag war gerettet. Das werde ich nie vergessen. Ich hatte ein „Therapiepferd“. ?

 

Und ich behaupte, dass ALLE unsere Hunde „Therapiehunde“ für uns sind. Wir nehmen uns nur nicht die Zeit es zu erkennen. Schlimmer ist es aber noch, dass wir unsere Hunde nicht entsprechend wertschätzen.

 

Stattdessen machen wir sie zu Objekten, die auch funktionieren müssen. (Der entscheidende Unterschied ist, dass das Subjekt als das aktiv Wahrnehmende definiert ist, während das Objekt das passiv in der Wahrnehmung Gegebene ist.)

 

Gerade dann, wenn wir mal mit unseren Hunden unterwegs waren und diese Runde wirklich mal entspannt genossen haben, statt sie einfach auch nur als Aufgabe abzuhaken. Dann spüren wir, wie gut uns unsere Hunde tun.

Diese wenigen Momente, die uns die wahre Freude an unseren Hunden gibt, sind es, warum wir Hundemenschen Hundeliebhaber sind. Warum wir infiziert sind vom Hundevirus.

 

Ist es doch die ausgeglichene Art wie sich der Hund bewegt, ist es die Lebensfreude, die der Hund dir zeigt, trotz aller Verbote und Regeln die er, der Hund doch inzwischen längst gelernt haben sollte. Lange genug trainierst du doch schon mit ihm.

 

Und wenn du es mal für kurze Zeit zulassen kannst diese Lebensfreude, diese ausgeglichene Art wie der Hund im Hier und Jetzt einfach mal nur seine Nase ins Gras steckt und auf Entdeckungsreise geht.

 

Genau diese Entdeckungsreise wünsche ich dir. Nimm dir mal die Zeit und die Muße, deinen Hund mal Hund sein zu lassen. Und beobachte, und lerne, was du von deinem Hund lernen kannst.

 

Fragt dein Hund dich nach einer Weile etwa „hey wie spät ist es?“ oder kommt er zu dir und sagt: „komm, lass uns gehen, es wird gleich dunkel und außerdem musst du noch einiges erledigen“?

 

Nein, dein Hund genießt den Augenblick.

 

Das ist es was wir Menschen verlernt haben.

Du planst, blickst sorgenvoll in die Zukunft, blickst betrübt in die Vergangenheit und fühlst dich oft schlecht dabei. Und genau dabei geht die Leichtigkeit des Lebens verloren. Weil du dementsprechend mies drauf bist, durch deine schlechten Gedanken, und dementsprechend reagierst du auf das was dein Hund da gerade so macht.

 

Du bist auf diese Weise gar nicht in der Lage, mal großzügig zu sein, mal „Fünfe grad sein zu lassen.“

Und das tust du nicht nur deinem Hund, sondern auch deiner Umwelt an.

Du bist scheiße drauf, weil du selbst nicht mehr auf dich achtest, vor lauter „Zwangsprogramm“. Es ist nicht zu schaffen, dann auch noch darauf zu schauen, wie es dir selbst geht. Dafür ist keine Zeit.

 

Wenn du es aber endlich mal wieder tätest, so wie dein Hund das Beste aus dem Tag macht, was der Tag so hergibt.

Wenn Freiheit, dann genießt er diese auch. Er denkt dann in diesem Moment nicht darüber nach: „gleich bin ich ganz schmutzig und Frauchen muss mich wieder baden“. Nein, auch du schaffst es manchmal dich darüber zu freuen. Den Anblick zu genießen, die wahre Lebensfreude deines Hundes geht auf dich über. Dann empfindest du Glück und bist auf einmal ein ganz anderer Mensch. ?

 

Dein Hund genießt und mehr nicht. Ist das nicht wahre „Lebenskunst“?

 

Ist das nicht einfach?

 

Kostenlos aber nicht umsonst ?

 

08.01.2019

Mal eben fertig gemacht?

Einer meiner frühmorgendlichen schönen Gassigänge.

Diesmal nicht ganz so toll, das Wetter hätte besser sein können.

Nun ja, Jacke bis an die Ohren hochgezogen, Augen fast zu und durch.

Den Hunden scheint es nicht wirklich zu stören. So ist mein Eindruck.

Sie sind wieder mal mit sich selbst beschäftigt und schnüffeln und suchen,

wer oder was hier so rumlief und seine Spuren hinterließ.

Dann aber – wurden wir gestört. Ein Fahrradfahrer überholte uns.

Plötzlich und unerwartet war er da. Durch meine eigene Vermummung habe ich es nicht rechtzeitig mitbekommen, denn es war ja noch in der frühen und dunklen Morgenzeit.

Dieser Radfahrer war nicht das eigentliche Problem, eigentlich war alles kein Problem.

Nur sein Hund, der mehr oder weniger damit beschäftigt war, bei ihm zu bleiben, weil Herrchen es wohl eilig hatte.

Eigentlich verständlich.

Bei dem Wetter, am frühen Morgen, vielleicht vor Arbeitsbeginn …

oder generell einfach keine Lust und dadurch wird das Problem schnell hinter sich gebracht.

Der Hund – das Problem?

Nein, eigentlich nicht, wenn da nicht die dauernde Verpflichtung wäre mit diesem Hund regelmäßig raus gehen zu müssen.

 

Wir haben uns den Hund angeschafft, warum auch immer. Es gibt viele gute Gründe dafür.

Wir schaffen uns aber auch sehr viel mehr an.

Dinge, Beschäftigungen, Verpflichtungen, Beziehungen usw.

Und vergessen dabei, dass alles was wir uns anschaffen, auch eine Zeit der Pflege bedarf.

Sei es Reinigung, sei es Pflege, sei es Fürsorge.

Alles was ich besitze braucht auch meine Zeit.

Mein Haus, mein Boot, mein Hobby, mein Partner, mein Tier, mein Pool, mein Auto, mein…

Außer Partner und Tier sind es alles Dinge, die Arbeit machen.

Dinge die wir besitzen, weil…? Auch dafür gibt es viele Gründe.

Auch hier können wir uns immer wieder fragen?

Ist das alles notwendig? Brauche ich das wirklich?

In einer Zeit meiner Ehe besaßen wir voller Stolz ein Wohnmobil.

Wir waren glücklich und viel auf Reisen.

Neujahr, Karneval, Ostern, an den langen Wochenenden, Sommerferien, Herbstferien, Feiertage, Weihnachten usw.

Bis der Tag kam, an dem ich streikte. So eine verdammte scheiße!

Ich war ständig damit beschäftigt, dieses Wohnmobil ein- und auszuräumen.

Einzukaufen und den Müll zu entsorgen, neue Wäsche rein, alte Wäsche raus.

Ein ewiges Geschleppe.

Grundreinigung nach jeder Fahrt, es kotzte mich an.

Die Krönung der Geschichte aber wahr, mit 3 Personen und zwei Hunden auf 8qm zu hausen.

Ständige Platzwechsel, „geh mal zur Seite“, „mach mal Platz“, „ich muss da mal ran“.

Diese enge, gerade beim an und ausziehen. Wenn etwas nass war und das Wetter war schlecht, wurde es auch nicht wieder trocken, trotz Heizung.

Was ich damit sagen will. ALLES macht ARBEIT – ALLES kostet ZEIT – meine LEBENSZEIT!

Freiheit ist was anderes.

Uns wird Freiheit aber durch die Werbung immer durch Konsum schmackhaft gemacht.

Wie kommen wir wieder zurück zu unseren Radfahrer der mal eben schnell mit seinem Hund unterwegs war?

Titel dieser Story ist: „Mal eben fertig gemacht“?

Vor lauter Programmen, Dingen, Hobbys ist keine Zeit mehr.

Noch nicht einmal für die Hobbys und da rechne ich den Hund mal mit rein.

Auch dieser wird mal eben, wie der Junge zum Sport, das Mädchen zur Musikschule usw. abgearbeitet.

Aber alles wird eben nur noch abgearbeitet.

Wir sind nicht mehr mit Freude dabei,

geschweige denn mit dem Herzen und dem Verstand.

07.01.2019

Zu viel des Guten?

 

Ich beobachte mich ja inzwischen auch selbst ?

 

Jeden Tag, immer öfter - gelingt es mir auch.

 

Zum Beispiel in dieser Situation:

Ich bin mit meinen 3 Hunden unterwegs, draußen im Feld, Dreiviertelstunde-Sparziergang am Morgen. In der frischen Luft auf dem Feldweg, ohne Leinen, ganz in Ruhe, meist keine anderen Menschen weit und breit.

Genial, ich liebe es! Ich genieße diese Ruhe, ich beobachte nur oder träume so vor mich hin. Manchmal rede ich auch mit mir selbst, wenn ich Aufgaben durchdenke ?

 

Dann aber nehme ich wahr, wenn einer meiner Hunde sich zu mir gesellt und mich anschaut.

Und wie mein altes Gehirn so gestrickt ist,  reagiere ich wie immer, ich texte sie zu.

Mit Worten wie: „na Süße“ oder „alles gut“?!

Und dann stelle ich fest, ich rede schon wieder !

 

Warum beobachte ich nicht einfach mal und reagiere wie immer?

Um sie zu bestätigen, weil sie mich wahrnehmen, weil sie mich anschauen?

So wie ich das selbst in einer Hundeschule gelernt habe und so wie ich es selbst lange Zeit weitergegeben habe?!

 

Auf diese Weise kann ich nie etwas anderes wahrnehmen, auf diese Weise bleibt alles beim Alten, bleibt alles wie es immer schon wahr.

 

Ich will aber neue Erfahrungen machen, ich will nicht immer das tun, was ich schon immer konnte.

Es gibt auch hierzu einen passenden Spruch von Albert Einstein:

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und trotzdem zu hoffen, dass sich etwas ändert“.

 

Hunde untereinander gehen mit solchen Situationen ganz anders um.

 

Sie Blicken sich an, sie nehmen sich wahr, gehen ein Stück nebeneinander her, berühren sich, fast unmerklich und trennen sich wieder.

 

Ich kann nur vermuten, was es für die Hunde bedeutet. Soll diese Geste vielleicht bedeuten? Ich fühle mich dir nahe, zugetan, wir sind ein Team, ich sehe dich?!

Viele Menschen, vor allem aber auch sogenannte Fachleute behaupten ja oft zu wissen, was unsere Hunde denken, fühlen und welche Absichten sie da gerade haben. ?

 

Also habe ich mich mal zurückgenommen und angefangen, auch nur zu schauen, dem jeweiligen Hund, der mich gerade anschaut zu beobachten und ihn dann wieder ziehen zu lassen, wenn er das für richtig hält. Ich hielt meine Hand hin, von der sie aber nicht berührt werden wollten.

 

Ich kenne das Gefühl selbst auch, wenn ich in einer Aktion, also Beschäftigung, wenn ich in einem Flow bin, will ich gar nicht angefasst und gestört werden. Das unterbricht nämlich genau diesen Flow.

 

„Weniger ist oft mehr“!

 

Wenn man das vielleicht mal selbst bei sich wahrgenommen hat, verstehen wir vielleicht auch, warum Hunde sich nicht immer anfassen lassen mögen. Sie geben uns schon zu verstehen, wann man sie anfassen soll. ?

 

Diese Erkenntnisse kann man gewinnen, wenn man wirklich mal anfängt zu beobachten und einfach mal die Klappe hält. ?

06.01.2019

Loyalität

Sind wir selbst auch immer loyal?

Oder erwarten wir das nur von anderen und bei uns selbst sind wir da relativ großzügig?

Wir halten uns selbst immer für sehr loyal, ehrlich und großzügig.

Aber schauen wir mal hinter den Kulissen!

Schon Konrad Adenauer sagte: "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!" 

Und auch ich kann bestätigen, dass es manchmal angebracht ist so zu denken.

 

Ein Erlebnis, eine Situation, mit der ich erst mal gar nicht umgehen konnte.

Von jetzt auf gleich wurde mir eine Freundschaft gekündigt, weil ich nicht so handelte wie die andere Person es von mir erwartete. Am Tag zuvor haben wir noch einen gemeinsamen Sparziergang mit gemacht, am nächsten Tag kam deswegen noch eine Bestätigung, dass es richtig schön war. Das hat mich sehr gefreut.

Nun das!

Warum?

Dies gab mir den Anlass darüber nachzudenken, was da und warum das passiert ist.

Welche Beweggründe wirklich vorlagen, kann ich nur vermuten. Das ist eine Sache. Die andere ist, warum passiert uns das?

Wir alle machen Zusagen, im Rausch der Begeisterung. Und in diesem Moment meinen wir das auch ehrlich so.

Dann wenn wir noch mal „drüber schlafen“ oder wir unterhalten uns über diese Sache mit Dritten, bekommen wir eine neue, andere Sichtweise, die unsere Meinung, unsere Einstellung zur Sache vielleicht ändert.

Diese Beeinflussung durch Dritte passiert täglich. Wir leben nun mal in einem Umfeld, sind umgeben von Menschen. Manche tun uns gut, manche eher nicht.

Eine Kunst ist es diese zu erkennen. ?

Wenn durch dieses Gespräch aber neue Aspekte erkenntlich werden, die vorher für die betroffene Person nicht zu sehen waren, kann man das Aufklärung oder Verwirrung nennen.  Man weiß es nicht.

Natürlich können Dritte nur vermitteln, was sie selbst wissen und kennen. Diese Kenntnisse sind oft nicht vollständig und deswegen lässt sich ein Mensch schon mal beeinflussen von Menschen, die keine ausreichende Kompetenz zu diesem Thema haben.

Leider haben wir darauf aber keinen Einfluss.

Die Streitigkeit oder Meinungsverschiedenheit in einem so großen Rahmen zu betrachten ist schon eine Kunst.

Wenn man sie aber beherrscht, kommt man in die Lage den einzelnen Menschen, der einem erst einmal vermeintlich Unrecht getan hat, nicht böse zu sein, es ihm nicht übel zu nehmen. Ich weiß ja nicht, welchen Beeinflussungen (positiv oder negativ) er unterlag.

Und ich als Betroffene habe nicht das Recht, darüber zu werten ob diese Beeinflussung nun gut oder schlecht für die andere Person ist. Meine Entäuschung erlag einer ent – Täuschung. Weil ich eine andere Erwartungshaltung hatte.

Lernen kann ein Jeder, dass wir alle beeinflussbaren Wesen sind. Und dass das weder gut noch schlecht ist. Wir alle reagieren und agieren immer nach den Möglichkeiten und Fähigkeiten, die wir bis dahin beherrschen.

Und wenn wir ehrlich sind, wirklich ganz ehrlich sind, müssen wir alle eingestehen, dass auch wir selbst wankelmütige Situationen erlebt haben, in dem wir selbst die Person waren, die nicht wusste was sie wollte und sich umentschieden hat.

Wenn wir die Fähigkeit bekommen, relativ großzügig, mit diesem neuen Verständnis, mit solchen Situationen umzugehen, wachsen wir selbst ganz gewaltig. Wir werden friedvoller durchs Leben gehen können und Enttäuschungen werden nicht mehr so oft die Folge von Traurigkeit sein.

Alle wollen dir was verkaufen.

 

Auf großen Lettern an den Wänden, in Prospekten und Zeitungen, TV und Facebook.

Überall begegnen dir Lösungen des Lebens.

Alle wollen dir Erfolg verkaufen, sie versprechen dir, wie leicht es doch eigentlich ist. Du musst nur ihre Methode, ihr Training, ihr Programm kaufen. Darin wird dir gezeigt, wie einfach das Leben sein kann.

 

Ist das Leben einfach?

 

Soll es einfach sein?

 

Würden wir etwas für´s Leben lernen, wenn alles einfach ist?

 

Nein, wir lernen aus den Problemen, aus den Sorgen, aus den Unwägbarkeiten.

Dieses hindurchgehen durch Stress, Angst, Sorgen und Leid, lässt uns doch erst wachsen und erwachsen werden?!

 

Mut macht mutig, Mut macht selbstbewusst. Mut wird belohnt durch Selbstwirksamkeit. Du lernst, dass du etwas bewirken kannst. Und das, so finde ich, ist eines der besten Motivatoren überhaupt.

 

Ich sage zu Kunden, die wirklich ein Problem mit ihren Hunden haben, sei dankbar, dieses Problem ist deine Herausforderung. Du kannst daran „deinen Meister“ machen. 
Und wenn du dieses in den Griff bekommen hast, wirst du stolz sein und dein Hund wird zu schätzen wissen, wen es da an seiner Seite hat.

 

Das Leben, auch deines Hundes, ist ein Weg, der gegangen werden muss. Es ist alles ein Prozess.
Auch der Aufbau von Vertrauen und Bindung. Dieses darf man sich erarbeiten, dieses kann man nicht mit einem Programm kaufen.

 

Und das ist auch gut so. Denn das Leben heißt ja Leben, weil es gelebt werden will.

Und jedes Problem, jede Aufgabe ist ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es nicht sofort danach aussieht.

 

Die Kraft der Zuversicht im Laufe der Zeit daraus zu schöpfen, ist so wertvoll.

Das macht stark für die Zukunft.


Deine innere Einstellung, Dinge einfach mal auch nur hinzunehmen und aushalten zu können, das wird nirgendwo gelehrt.

 

Es gibt dieses Gebet; Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

 

Und ich meine jetzt speziell dieses „hinnehmen“. Einfach mal lernen auszuhalten. Nicht schreiend durch die Welt rennen und sein Leid klagen.

 

Ist dies nicht „die einfache Lösung“ überhaupt?


Muss alles geändert und verbessert werden?


Ist nicht die Kunst des Lebens Dinge oder Situationen einfach mal so zu lassen, wie sie sind?


Finden wir uns doch einfach mal ab, mit dem was ist.

 

Wenn wir uns nicht mehr von unserem Umfeld beeinflussen lassen würden, würden wir es vielleicht auch viel besser schaffen, da wir aber glauben, es allen recht machen zu müssen und auch die Hundeerziehung einem bestimmten Standard entsprechen muss, haben wir Probleme.

 

Probleme, die von außen auferlegt werden und die wir so annehmen, weil wir das eigenständige denken und urteilen zum Teil aufgegeben haben und uns das nicht mehr zutrauen.

 

Ein bisschen Philosophie zum Nachdenken für den heutigen Tag!

04.01.2019

Ein Gast (Hund) kommt zu Besuch.

Du freust dich, du bekommst Besuch.

Dieser Gast weiß in der Regel, so haben wir es gelernt, wie er sich zu „benehmen“ hat. Nach dem Kaffee trinken, verabschiedet ihr euch höflich und jeder geht seines Weges.

Angenommen, der Gast bleibt ein paar Tage. 
Nun bekommt dieser Gast vielleicht ein Gästezimmer zugewiesen, in dem er sich ausbreiten, wohlfühlen und auch mal allein sein kann. 
Es wird abgesprochen wann was gemacht wird, wann und vielleicht auch was es zu essen gibt. Es gibt Regeln, an die sich dieser gern gesehener Gast orientieren kann. Jeder ist zufrieden und jeder kommt damit gut zurecht, weil die Grenzen abgesteckt sind. Jeder hat seinen Individualbereich, sei es räumlich oder zeitlich.

Weiter angenommen, der Gast bleibt länger als geplant. 
Nun fühlt sich der Gast langsam „Zuhause“ und bedient sich inzwischen selbst. Nimmt die Kaffeetasse aus dem Schrank, kocht vielleicht auch schon den Kaffee selbst und weil er sich schon gut auskennt bedient er sich auch selbst aus dem Kühlschrank. 
So nach und nach weitet sich sein Bewegungsspielraum aus. So, dass du warten musst, bevor du ins Bad kannst, so dass du vielleicht schon fragen musst, ob du dein Auto auch benutzen darfst.

In einer neuen Beziehung, in dem man z.B. frisch verliebt ist hast du eine Zeit lang einen vernebelten Blick für´s Ganze. Erst alles nicht so schlimm, du siehst großzügig darüber hinweg. Du magst diesen Gast ja und du bist wohlerzogen und willst kein „Unmensch“ sein. Du Ignorierst noch falsches, eher nicht erwünschtes Verhalten.
Dann so nach und nach fällt die rosarote Brille oder löst sich in Wahrheiten auf, die dir so gar nicht gefallen. Nun fallen dir die kleinsten Kleinigkeiten auf. Die berühmte Zahnpastatube usw. 
Und das geht so lange, bis dir der „Kragen platzt“ und es so nicht weiter gehen kann.

Wie kannst du das jetzt noch retten?

Woran hat es überhaupt gelegen, dass es so weit gekommen ist?

Was ist jetzt die Lösung?

Und stell dir vor, das Ganze überträgst du nun auf deinen Hund?

Jetzt ist „das Maß voll“, jetzt muss ein Hundetrainer her!

Er soll jetzt den Hund erziehen und Verhaltensregeln aufstellen, die der Hund ab sofort einhalten soll.

NEIN, das liegt nicht am Menschen!!!

Der Hund ist nicht gut erzogen, der undankbare Köter.

Was hat er nicht alles bekommen, was hast du nicht alles für ihn getan?

Der Hund hat sich ein- und umgewöhnen müssen, der arme Kerl. Hunde sind so toll anpassungsfähig, dass muss doch unterstützt werden. Er hatte es doch schon so schwer.

Hunde sind aber auch sehr einnehmend und egoistisch, sie nehmen was sie bekommen, sie teilen nicht. Teilen und Rücksicht liegt nicht in ihrer Natur, sie sichern als erstes ihr eigenes überleben. Sonst wäre er vielleicht jetzt nicht bei dir. 
Wir können nicht an ihre Vernunft appellieren.

Was also kann jetzt die Lösung sein?

Regeln – statt laufen lassen!

Alles auf null, Kommando zurück!

Das heißt auch Ignorieren von falschem, eher nicht erwünschtem Verhalten. Erst einmal, während das neue Programm läuft und sehen welche Auswirkungen das Ganze hat.

1. Woche Umgewöhnungsphase und Plan der Vorgehensweise entwickeln
2. Woche Gewöhnungsphase der Einschränkung
3. Woche …
4. Woche …
5. Woche – langsames steigern der Annehmlichkeiten 
6. Woche – langsames Steigern der Freiheiten

Das ist nur EIN Beispiel wie ein Problem, das sich langsam eingeschlichen hat, gelöst werden kann. Es gibt bei der Vielzahl von unterschiedlichen Hundecharaktere und der Anzahl der verschiedenen Menschentypen kein Patentrezept.

Was ich damit sagen will: Das Problem liegt meist am oberen Ende der Leine. ?

01.01.2019

Einige Gedanken zur Wechselwirkung zwischen Gedanken und unserer Gesundheit und damit auf unser Wohlbefinden und unsere Beziehung zum Hund.

 

Längst ist bekannt, dass sich eine positive Einstellung zum Leben einen Menschen schneller wieder genesen lässt und dass die Heilungschancen besser sind, wenn ein Patient „gut drauf“ ist, also gute Gedanken hat. Denn Gedanken senden chemische Stoffe aus. Wer sich etwas beobachtet fühlt es selbst regelmäßig. Es geht oft so schnell, dass wir in unserer schnelllebigen Zeit, dies nicht mitbekommen. Wir schieben es auf äußere Umstände, weil wir nicht achtsam mit uns selbst umgehen. Gute Gedanken senden gute Stoffe, Serotonin, Dopamin oder Oxytocin aus. Dann fühlst du dich gut.

Schlechte Gedanken produzieren negative Stoffe, Cortisol aus. Dann bist du gestresst. Dann „rappelt´s im Karton“.

 

Alles ganz menschlich und normal.

 

Wie können wir das verhindern?

 

Indem wir anfangen uns selbst zu beobachten. Dann fühlen wir, wie die entsprechenden Stoffe in unserem Körper strömen und können rechtzeitig darauf reagieren, oder eben nicht reagieren, damit wir nicht falsch reagieren. ;-)

Was also sind positive Gedanken und was sind negative Gedanken? Wer entscheidet das?

Wenn wir darüber urteilen, entsprechend unserer Erziehung und Erfahrung, wie etwas ist oder sein sollte, geben wir dieser Sache einen positiven, bzw. negativen Wert. 

 

Was heißt das für uns?

 

Dass wir es selbst in der Hand haben, Dinge oder Situationen als gut oder schlecht zu bewerten!

 

Ja, es Bedarf sehr viel Übung, auf eine erst mal schlecht aussehende Information eine positive Seite zu erkennen. Ein erster Schritt wäre vielleicht schon eine neutrale Sichtweise zu erreichen.

 

Was hat das wieder mit unseren Hunden zu tun?

 

Stell dir vor, du gehst mit deinem Hund Gassi. Auf einmal kommt da ein anderer Hundehalter und lässt seinen Hund „nur spielen“! An manchen Tagen trägst du es mit Fassung, sagst dem anderen Hundehalter, er möge doch bitte seinen Hund wieder anleinen, anschließend geht jeder seiner Wege. Du denkst weiter nicht drüber nach.

Ein anderes Mal fährst du bei gleicher Situation vollkommen „aus der Haut“!

 

In beiden Fällen ist es die gleiche Situation, doch einmal siehst du es als negativ an, während beim anderen Mal dies dich nicht weiter aufregt.

 

Sind die Dinge also von Natur aus positiv und negativ?

Oder entscheiden wir, ob die Dinge positiv oder negativ sind?

 

Denk mal einen Moment darüber nach!

 

Wenn wir uns selbst beeinflussen können, es aber oft leider nicht mitbekommen, weil alles so schnell geht, macht es da nicht Sinn, sich etwas mehr Zeit zu lassen? Sich darauf einzulassen, im Umgang mit deinem Hund mal alles auf sich wirken zu lassen? 

 

Wenn wir nun wissen, dass unsere eigene Wahrnehmung einer Situation darüber entscheidet, wie wir uns fühlen, können wir im Umgang mit unseren Hunden doch einfach mal die Bremse ziehen, ruhiger werden und uns Zeit zum Wahrnehmen geben.

Das beginnt mit einem Sparziergang im Tempo des Hundes. Einfach nur mal beobachten, hinschauen und begreifen und akzeptieren von dem was ist.

Um im Umgang mit dem eigenen Hund entspannter zu werden ist es wichtig, sich erst mal um sich selbst zu kümmern. Dafür zu sorgen, dass es uns gesundheitlich gut geht. Und wie hier zu erkennen ist, fängt es bei unseren eigenen Gedanken an. Es ist wichtig zu verstehen, wie bestimmte Emotionen unsere Gesundheit beeinflussen können.

 

Du kannst es drehen und wenden. Deine Gesundheit beeinflusst deine Gedanken, deine Gedanken beeinflussen deine Emotionen und deine Emotionen deine …

 

Fazit: Wenn wir uns die Zeit nehmen, dafür sorgen, dass es uns selbst gut geht, können wir auch voller Entspanntheit mit unseren Hunden umgehen. Der Spaß und damit der Lernerfolg setzen dadurch spielend ein.

Also achte auf deine Gedanken.

 

Silvester – Neujahr – Neubeginn?

Brauchen wir Silvester- Vorsätze? 

Ich stehe vor meinem Bücherregal und erinnere mich, dass ich das ein oder andere Buch gelesen hab.

Ich habe sie alle gelesen, aber bei manchen Büchern habe ich heute Kopfkino.

Wie du dir vorstellen kannst, besteht der größte und überwiegende Teil der Bücher aus Hundebüchern von unterschiedlichen Autoren und Fachleuten.

Wieso Kopfkino?

In ein Tagen ist Silvester/Neujahr – die Nacht der guten Vorsätze.

Wenn ich nun nur ein Buch herausnehme, dass ich sehr gut fand, eins in dem viele praktische und leicht umsetzbare Lösungsansätze für´s Hundetraining beschrieben stehen, plagt mich mein schlechtes Gewissen.

Weil ich wieder mal nicht umgesetzt habe, was ich denn nun gelernt habe.

Warum ist mir das passiert?

Eigentlich habe ich habe das ganze Jahr über Silvester/Neujahr, also Tage der guten Vorsätze. Ich habe das ganze Jahr neue Ideen, Inspirationen, gute Gründe, Ziele und Wünsche.

Und alle beginne ich voller Begeisterung.

Im Laufe der Zeit wird mein innerer Schweinehund immer lauter, der die tollsten Ideen, Einfälle, Möglichkeiten und Ausreden hat, nicht weiterzumachen.

Du kennst das!

Jetzt komme ich ins Grübeln!

Wir erziehen unsere Kinder, unsere Hunde, unserer Partner, Kollegen und Angestellte zu Disziplin, Ordnung, Durchhaltevermögen, Leistungsbereitschaft uvm. Und sind selbst nicht in der Lage Gleiches zu leisten. Wir erwarten, dass unsere Kinder, unsere Hunde, unsere Kunden, unsere Schüler, unsere Arbeitnehmer sich von uns erziehen lassen und sich nach unseren Vorstellungen entwickeln.

Wieso schaffen wir es nicht, uns selbst zu erziehen?

Uns an unsere eigenen Wünsche, Zielen, Aufgaben und Herausforderungen zu messen und zu halten? Sehen wir im Anderen den Splitter im Auge und unseren eigenen Balken nicht?

Erkennen wir uns vielleicht in denen wieder, die wir ständig erziehen müssen?

Ist diese Erziehung nur deshalb so anstrengend, weil wir unglaubwürdig sind?

Wollen wir etwas vermitteln, was wir selbst nicht beherrschen?

 

Unser Gegenüber ist ja nicht blöd!

 

Führungskompetenz hat auch mit Glaubwürdigkeit zu tun!!!

 

Die Quintessenz daraus: Ich will zwar andere erziehen, aber mich nicht selbst, das könnte ja anstrengend werden. ?

Szene auf einem ganz normalen Hundeplatz:

 

Die Hundehalterin Claudia, die bereits auf die ankommenden, anderen Teilnehmer des Kurses wartet, beobachtet wie eine gute Bekannte mit dem Namen Iris und ihrem Hund Jack ankommt. Nachdem Iris den Kofferraum öffnet sprang ihr Jack direkt voller Freude aus dem Auto, so dass Iris die Leine gerade noch fassen konnte. Die Leine in der einen Hand und mit der anderen Hand gerade noch den Kofferraum wieder schließend, zog der Hund Iris vom Parkplatz Richtung Hundeplatz. Iris musste aufpassen, nicht zu stolpern.

Claudia rief Iris zu: „Der hat´s aber eilig!“ -    lachte Claudia.

Iris meinte: „Jack freut sich immer so sehr auf die anderen Hunde!“

Bei den anderen Hundeteams angekommen begann erst mal eine wilde Begrüßungszeremonie, wie jede Woche. Wie gesagt, die freuen sich alle, einschließlich der Hundehalter, oder?

Nun nachdem sich das alles etwas beruhigt hat, unterhalten sich Claudia und Iris noch eine Weile, bevor der Unterricht los geht.

Währenddessen kommen weitere Teilnehmer mit ihren Hunden an.

u. a. eine Dame, namens Brigitte, die aus ihrem Auto aussteigt, ihren Kofferraum öffnet.

ihr Hund Hasso bleibt sitzen und wartet bis er aufgefordert wird aus dem Auto zu springen.

Dieser Hund bleibt nach dem aussteigen ruhig an Frauchens Seite bis sie den Kofferraum schloss. Dann begleitete er sein Frauchen zum Hundeplatz.

 

2 Szenen:

  1. Hundehalter begleitet den Hund
  2. Hundehalter wird vom Hund begleitet

 

Nun die Fragen:

- Wer von den beiden Hundehaltern ist der ausgeglichenere?

- Wer wird respektiert?

- Was hat der jeweilige Hundehalter dazu beigetragen?

- Was hat das mit uns als Hundehalter zu tun?

Unsere innere mentale Stärke?

Unsere Haltung?

Unsere Stimmung?

 

Diese Fähigkeiten nach und nach ausbauen und verbessern, sollte dein Ziel sein, wenn auch DU in Zukunft harmonisch mit deinem Hund das aussteigen aus dem Auto und den Weg auf dem Hundeplatz in Ruhe, erfolgreich und souverän meistern willst.

 

Das fängt damit an, dass du erkennst, dass das Ganze eine Gruppendynamik entwickelt. Denn die meisten kommen auf dem Hundeplatz, auf dem sie von ihren Hunden gezogen werden. Und weil es vielen so geht, fällt es nicht wirklich negativ auf.

Dieses Schwarmverhalten: gibt es bei den Fischen, Vögeln, Insekten, und anderen Tieren.

Bei Hunden spricht man bei ähnlichem Verhalten von einer Herde, einer Hundegruppe.

Da wir Menschen aber inzwischen, wenn wir es mal so nennen wollen „zivilisiert“ sind und eigene Vorstellungen von der Art und Weise von Hundebegegnungen, auch in der Gruppe, haben, und die Fähigkeit haben, etwas zu ändern, können wir in kleinen, machbaren Schritten tatsächlich etwas bewirken.

Das geht nicht von heute auf morgen.

Früher habe ich selbst keine Geduld aufgebracht, wenn es in der Hundeerziehung keine schnellen Lösungen gab. Es musste immer alles schnell und sofort sein. Auch die meisten Kunden, sind so eingestellt, dass man als Hundetrainer mal eben vorbeikommt und an gewisse Schrauben dreht und damit ist der Hund wieder repariert. Aber Hundetraining ist keine Werkstatt, in die man mal eben geht und mit einem gehorsamen Hund den Platz wieder verlässt.

Nein, die Stellschraube, bist du als Hundehalter. Du kannst es drehen und wenden. Du trägst die Verantwortung, du bist die Einheit, die die Fähigkeit besitzt bewusst etwas zu verändern.

Und hier kommen wir zur Lösung:

Änderungen brauchen Zeit, Änderungen gehen nicht von heute auf morgen. Egal um welches Verhalten es sich handelt.

Betrachte nur mal deine eigenen kleinen Schwächen. Oder ich erzähle dir von einer meiner ewigen Baustellen: Mein Leben lang habe ich Diäten gemacht. Von Jojo Effekten brauch ich hier nicht weiter zu erzählen, das kennt jeder, der mal abnehmen wollte. Erst mit dem richtigen Coach an meiner Seite, erst mit der wirklich richtigen Einstellung an dieses Problem ran zu gehen, löste mein Dauerproblem.

Heute habe ich keine Waage mehr, ich habe sie entsorgt, weil ich mir diesen Stresse nicht mehr antun wollte. Heute ist essen ein ganz normaler Vorgang, ich esse wenn ich Hunger habe und ich esse nicht mehr bis ich betäubt bin, wie ein kleines sattes Baby, dass dann nur noch schlafen will. Auch dieses Thema ist ein Teufelskreis. Seit einem Jahr muss ich nicht mehr über mein Gewicht nachdenken. Ich bin nun selbst stolz auf mich, dass es so einfach ist.

Aber es geht hier nicht um ich und auch nicht ums Gewicht. Gewicht sollten wir darauflegen wie wir Verhaltensänderungen angehen wollen, können und sollten. Dafür habe ich eine kleine Metapher;

Du kennst doch sicher einen Buxbaum. Es gibt sie in den tollsten Formen. Von Herz-, Tier- und geometrischen Formen.

Wenn ich nun ein kleines Pflänzchen habe und dieses in eine bestimmte Form erziehen will, brauche ich Geduld. Dieses Pflänzchen braucht Wasser, Erde, Luft und vor allem in ganz kleinen Schritten, einen Erziehungsschnitt. D.h. Das wegnehmen was es nicht braucht und das wachsen und verstärken lassen, was es braucht, um genau diese Form letztendlich zu bekommen.

Du kannst als Gärtner nicht dran ziehen, du kannst nix beschleunigen. Alles braucht seine Zeit.

Und das ist oft unser größtes Problem.

Auch wir Menschen brauchen diese Zeit. Diese Zeit und Energie müssen wir als erstes in uns investieren, um dieses dann an unseren Hunden weitergeben zu können. Also investiere in dir selbst, damit du dein gewonnenes Kapital später an andere weitergeben kannst.

Dein Hund braucht dich als Coach, sonst kommt seine Entwicklung schnell an seine Grenzen. Und auch du solltest es dir Wert sein, einen Coach für dich in Anspruch zu nehmen.

Diese Investition trägt Früchte, die dich um ein Vielfaches weiterbringen kann und die du anschließend selbst in andere investieren kannst.

Es ist ein Hamsterrad, nein, ein Riesenrad mit großen Erfolgen, wenn du dir die Zeit und Erlaubnis gibst dir die Zeit zu nehmen.

Wenn nicht du, wer dann?

 

Das Miteinander der Hundehalter und das Verständnis unterschiedlicher Naturen von Mensch und Hund

 

Vor kurzem habe ich mein erstes eigenes Buch geschrieben und veröffentlicht.  Es heißt: Selbstverteidigung für Hundehalter“.

 

Dieses Buch habe ich geschrieben, weil ich die Problematik vieler Hundehalter als Hundetrainer wahr genommen und auch selbst erfahren habe. Ja, es ist immer wieder ärgerlich wenn andere Hundehalter nicht so reagieren wie ich es mir vorstelle oder glaube, der muss sich doch auch so vorbildlich verhalten wie ich.

 

Sieht der denn nicht, dass ich …. ,

und warum macht er nicht …?

 

Unverständnis auf vielen Wegen.

 

Was könnte , außer dem Inhalt des o. g. Buches sonst noch hilfreich sein, wenn man sich gerade über andere Hunde bzw. deren Hundehalter aufregt?

 

Nun, durch meine eigenen Erfahrungen als Hundehalter, als Hundetrainer und meiner langjährigen Berufserfahrung  bin ich nun soweit, dass ich anderen Hundehaltern behilflich sein möchte ihre Haltung gegenüber anderer Hunde und Hundehalter zu verbessern, zu ändern oder wenigstens zu überdenken.

 

Hier geht es um die Erkenntnis, dass alle Menschen anders sind und  Hunde aber auch. Das eigene Vermögen sich in einen Zustand des Verständnisses zu versetzen, löst sicher viele Probleme und lässt unser Zusammenleben harmonischer und rücksichtsvoller gestalten.

Und nur wenn ich wenigstens versuche mich in andere Menschen, bzw. Hundehalter einzufühlen oder zumindest darüber nachdenke, welche Sorgen oder Nöte könnte dieser Mensch haben, weshalb er so reagiert, nimmt oft schon die riesige Anspannung aus der Situation und wir können evtl. sogar wieder darüber lächeln.

 

Nein, wir müssen nicht alles tolerieren oder gut finden, aber verstehen, dass der Andere im Moment nicht anders handeln kann, aber es ist ein Anfang zur Lösung einer Eskalation.

 

Wir haben in jeden Augenblick die Wahl, ob wir aus den kleineren und größeren Missgeschicken des Lebens ein Drama machen, oder ob wir die Sache nüchtern und wertfrei betrachten und anschließend daraus lernen wollen.

 

Wer bewusst die Verantwortung für sein Handeln übernimmt, der agiert, statt zu reagieren. Er gewinnt damit ein Stück Macht – Macht über sich selbst. Das kann er, wenn er sich ganz im „Hier und Jetzt“ befindet, anstatt auf der Suche nach einem Schuldigen zu sein.

Ich bin davon überzeugt, dass ein großer Teil der Probleme zwischen Menschen und Tieren auf ihre unterschiedliche Wahrnehmung zurückgeht. Wenn Probleme auftauchen, dann suche die Lösung dafür nicht mehr in deiner Außenwelt, bei irgendwelchen Schuldigen, sondern frage dich, was hat das mit dir zu tun?

 

Den Blickwinkel ändern, eine Sache aus einer anderen Richtung betrachten zu können, eine andere Perspektive einnehmen, kann eine Stärke werden, die Großzügigkeit ins Leben bringt und damit auch den Umgang mit anderen Hundehaltern erleichtern.

 

Denn jeder Hundehalter hat seine Welt, seine Aufgaben und seine Sorgen. Wir haben in jeden Augenblick die Wahl, wie wir eine Situation sehen bzw. worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten und wie wir jeweils darauf reagieren.

 

Die erlernte Hilflosigkeit beim Hund - das Ergebnis einer guten Hundeerziehung nach unseren heutigen Vorstellungen?

Wir bekommen einen Welpen, wollen nur das allerbeste für unseren Hund und auch natürlich für uns. Denn wir wollen der Welt beweisen, dass wir alles im Griff haben und das wir wissen, was wir tun. Wissen wir das wirklich?

In der Welpenschule geht´s dann direkt los mit der konditionierten Erziehung. Sitz, Platz, Fuß und Rückruf werden bis zum Erbrechen geübt. So konditioniert, dass der Hund gar nicht mehr anders kann. Besonders bei den sehr ehrgeizgen Hundebesitzern. In der Junghundeschule wird dann schon gezeigt, was der Hund schon so alles kann und manche Menschen oder andere Hundehalter bewundern dieses Ergebnis.

Anschließend wird darüber nachgedacht, wie kann  es denn jetzt weitergehen? Welcher speziellen Hundesport oder Hundeerziehung gehe ich denn jetzt weiter nach? Womit kann ich mich profilieren, was liegt mir als Hundehalter, selten wird darauf geachtet, dass es dem Hund auch gerecht wird. Hier wird der Hund dann zum Automaten oder zur Maschine degradiert. Aber alles im Sinne der besonders hochwertigen und sportlichen Ausbildung. Fast schon wie unsere Kinder, die tagein tagaus ein Managerprogramm zu absolvieren haben.

Diese Hundehalter sind belesen und gebildet, haben wirklich einen sehr großen Wissenschatz aller Theorien und kennen viele Bücher und haben bei namenhaften  Trainern gelernt. Denn nur das Beste ist gerade gut genug für ihren Hund.  Diese Hunde haben Kissen, Decken, Körbchen, Boxen, Einsteighilfen, für sie wurde ein Auto aus-  oder umgebaut. Das Liebste das Menschen so haben. Leinen und Halsbänder und sonsiges Zubehör – damit könnte man wahrscheinlich oft ein ganzes Tierheim bestücken.

Diese vorbildlichen Hunde haben eine innige, sehr innige Beziehung zum Hundehalter, dafür bekommen diese Besitzer solcher Hunde oft den Repekt ihrer Umwelt. Kommandos werden sauber, schnell und so lange ausgeführt, bis der Halter sie auflöst. Hier funktioniert fast alles.

Nur – diese Hunde sind hilflos wenn sie kein Kommando bekommen.

Wenn Frauchen einfach und normal sparzieren gehen will, wenn sie sich einfach mal mit einer anderen Person nur unterhalten will, hat sie ein Problem. Ständig läuft dieser Hund vor seinem Besitzer und hofft auf ein Kommando, eine Aufgabe die er dann gerne und schnell ausführt, damit alsbald eine neue Aufgabe folgt.

Und glaubt mir – auch das kann nerven. Wenn ich ständig vom Hund aufgefordert werde, etwas zu tun, zu befehlen, weil ich mir selbst einen Lakaien heran gezogen habe.

(aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie: Lakai (frz.: laquais – Fußsoldat) war - bis man von dieser Form des Personals abkam - der Name eines Dieners in Livree, entweder fest in einem herrschaftlichen Haushalt angestellt oder auch kurzfristig (von „besseren“ Besuchern einer fremden Stadt) als „Lohnlakai“ anzumieten. Heute ist es eine abwertende Bezeichnung für eine übertrieben unterwürfige Person, insbesondere für einen unterwürfigen Untergebenen bzw. - allgemeiner - einen Menschen, der sich willfährig für die Interessen anderer gebrauchen lässt. )

 

Das sich nicht mehr an die eigene Umwelt orientieren können, nenne ich erlernte Hilflosigkeit. Diese Hunde sind nicht mehr in der Lage durch eigene Erfahrungen zu lernen. Mal  Fehler zu machen, durch die sie lernen können. Diese Hunde nehmen die Umwelt nicht mehr wahr, können sich nur noch sehr schlecht selbst beschäftigen.

Wir nehmen ihnen die Möglichkeit durch eigene, gute und schlechte Erfahrungen zu lernen. Zu lernen was geht oder was geht nicht, zu lernen was ist erlaubt und was nicht. Durch das rechtzeitige Setzen von Grenzen, die dann aber auch durch- und umgesetzt werden müssen. Nichts anderes ist Hundeerziehung, wenn sie richtig und artgerecht gehandhabt wird. Unsere Hunde dürfen sich nicht mehr ausprobieren, alles wird vorgegeben. Und die Unbeschwertheit eines Hundes, der durch die Welt voller Freude rennt, auch wenn´s mal vor die Wand ist, geht verloren.

Weil es auch einfach sein kann!                                                           07.08.2018

Haben Wissentschaftler und Hundetrainer die besser erzogenen Hunde?

Hilft dir all das Wissen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen in deiner Beziehung zum Hund wirklich?

Investiere doch die Zeit, die du für das Lernen dieser Erkenntnisse und anhören vieler Meinungen und Methoden brauchst, lieber in deine Beziehung zum Hund.

Dann hast du Zeit zu beobachten. Zeit, Erfahrungen zu sammeln und daraus zu lernen und wirst Dein eigener Wissentschaftler.

Schritt für Schritt, Tag für Tag.

Jeder Moment ist ein wertvoller Moment, indem du ganz persönlich Stück für Stück das Leben mit deinen Hund perfektionieren kannst, nach deinen Vorstellungen, nach deiner Methode.

Und diese eine, deine Methode, brauchst du dir nicht von Menschen bestätigen zu lassen, die all das wissentschaftliche Wissen haben. Denn dessen Wissen entsteht meist unter Laborbedingungen.

Diese Laborbedingungen sind in deinem Leben mit deinem Hund nicht vorhanden.

Dein Leben ist dein eigenes Labor. Dein Umfeld, deinen privaten Rahmen in dem du mit deinem Hund lebst, in dem du beobachtest, lernst und Erkenntnisse gewinnst.

Dann – genau dann wirst du zum Profi für deinen Hund.

Und lass dir nicht von irgend jemanden einreden, das müsste anders sein.

Solange du zufrieden bist mit deinem Leben, mit deinem Hund, ist alles paletti oder wie man auch sagt, in Ordnung.

Übernimm selbst die Verantwortung, du weißt mehr als du denkst. Und dieses Wissen wird von nun an jeden Tag mehr. Denn nun lernst du ab sofort das, was dich interessiert, was du aktuell wissen musst in deiner aktuellen Situation mit deinem Hund.

Das dieses Leben einige Regeln beinhaltet, dass anderen Menschen bzw. anderen Hunde nicht unangenehme Erfahrungen im Umgang mit dir zukommen lässt, ist für jeden verantwortungsbewussten Menschen selbstverständlich.

Hab einen wunderschönen Tag, genieße ihn, knuddel deinen Vierbeiner, schau ihn an und sage ihm:  „ab heute nur noch wir Zwei als Team im täglichen Leben in der Gesellschaft“.


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