Das gewisse Etwas

 

 

Das gewisse Etwas                                                                                                                                                        15.05.2019

Schon im Reitsport habe ich viel lernen müssen, wenn es um den Umgang mit meinem Pferd ging.

Ich hatte einen vierbeinigen Teufel unter mir. Selbst beim longieren stand sie mehr auf zwei Beinen, stieg mich an, anstatt ruhig zu laufen. Ich fühlte mich bedroht, ich hatte Angst.

Ein Trauma!

Nach einem Sturz vom Pferd mit nachfolgender Amnesie, Gehirnerschütterung und Krankenhausaufenthalt brauchte ich lange Zeit mich wieder aufs Pferd zu trauen. Allein habe ich es nicht geschafft.

Ich fragte nach guten Trainern, ich probierte einige Trainer aus. Aber leider musste ich nach einiger Zeit feststellen, dass die selbst zwar mein Pferd im Griff hatten, im wahrsten Sinne des Wortes, denn mein Pferd wurde entsprechend ausgestattet, so dass es keine Möglichkeit des Buckelns und Steigens mehr hatte.

Dennoch und trotz allem liebte ich mein Pferd, liebte ich mein Hobby und es war für mich zu seiner Zeit mein Lebensinhalt.

Leider konnten die Trainer mir weder die Angst nehmen noch mein Pferd zu einem souveränen Freizeitpartner ausbilden. Da könnte ich jede menge Geschichten erzählen.?

Erst viel später bin ich an einem Trainer gelangt, der mir sofort jede Gewalt am Pferd verbot. Er nahm das Pferd – und das Pferd machte sofort, was es sollte. Ich war verblüfft! 
Es ging auch anders.

Kurze Zeit später, nach einigen Tagen Bodenarbeit stieg er aufs Pferd – alles in meinem Beisein – keine Tricks – keine Gemeinheiten – er stieg auf, schien vollkommen entspannt, mein Pferd auch.

Ein Zauberer !!! Ein Pferdeflüsterer !!!

Ich war so glücklich das zu sehen, daran habe ich nicht mehr zu glauben gewagt.

Und während des Reitens sagte er mir, in der nächsten Runde dürfte ich dann auch mal ?

Die Angst stieg wieder in mir hoch, ich war unfähig zuzuhören, geschweige denn meinem Pferd die richtigen Signale zu geben.

Es kam wie es kommen musste, mein Pferd ging wieder durch!

Heute weiß ich, dass das was mit mir zu tun hatte. Damals verfluchte ich dieses Pferd. Mein Leidensdruck war groß.  
Während ich panisch auf dieses Pferd saß, wusch mir der Reitlehrer meinen Kopf und fragte mich ob ich nicht ganz dicht sei? Nein, nicht mit diesen Worten, aber inhaltlich habe ich es so empfunden. Ich war in diesem Zustand für eine liebevolle Ansprache nicht mehr empfänglich.

Und - was sage ich. Anschließend, als ich endlich wieder meinen Verstand einschaltete oder ausschaltete, ich weiß nicht mehr, und einfach mal nur zuhörte und anfing zu „FÜHLEN“ was da passiert, trug mich mein Pferd ruhig durch die Reithalle, immer noch skeptisch, aber ruhig.

Dieses Wunder habe ich diesem einem Menschen zu verdanken. Es ist ein Reitlehrer, der heute noch aktiv ist und inzwischen zur kleinen Berühmtheit geworden ist, er ist regelmäßig im Fernsehen und in den Medien und auf Veranstaltungen zu sehen. Bernd Hackl!

Warum schreibe ich das?

Weil es Menschen gibt, die nicht nur fachlich gut, sehr gut sind, sie sind auch menschlich in der Lage ihr Wissen zu vermitteln. Sie haben nicht nur den Tieren gegenüber das richtige Feeling, sie wissen auch, wie welcher Mensch behandelt werden muss, um ihn zu erreichen. Bei mir war es eben die harte Tour.

Auch im Hundetraining verwundert es immer wieder, dass manch ein Hundetrainer deinen Hund einfach nur an die Leine nimmt, und der Hund funktioniert wie ein Auto, dass frisch aus der Werkstatt kommt. Stimmt´s?

Was ist es?

Warum klappt es beim Trainer und nicht beim Hundehalter?

Es ist das gewisse Etwas. Die Ausstrahlung, die sie durch ihre Kompetenz in ihrer Arbeit haben und die Fähigkeit, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen. Ein gewisses Charisma, dass sie umgibt und ihre innere Ausgeglichenheit.

Sie nehmen dich wichtig, sie gehen auf dich ein, sie sehen dich, sie erkennen, was du jetzt gerade in diesem Moment brauchst oder auch gerade nicht brauchst.

Und sie haben die Fähigkeit dich zu einem anderen Menschen zu machen! Davon gibt’s nicht viele Trainer.

Allerdings hängt dies auch von deiner eigenen Bereitschaft ab, ob du wirklich etwas willst und dies dann auch umsetzt.

Hier kommst du ins Spiel. Willst du auch etwas, so wie ich damals das Reiten? Dann kannst du auch Vieles schaffen.

Lerne, zuzuhören, 
lerne, offen zu sein, 
lerne, neues anzufangen,
lerne mutig zu werden, deine Angst zu überwinden …

Dann bekommst du auch „das gewisse Etwas“, dass andere Menschen fasziniert! ?

 

 


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